Bürgeraktiv – Plattform für Menschen- und Bürgerrechte

Seit einigen Tagen protestieren Studenten gegen die menschenunwürdigen Zustände an unseren Universitäten – im Audimax der Universtät Wien konzentriert sich der Widerstand. “Bürgeraktiv” meldete sich zu Wort – denn unsere Jugend hat Besseres verdient!

Der Wohlstand in unserem Land Österreich, für den unsere Politiker seit Jahrzehnten unermüdlich arbeiten und auf den sie so stolz sind, gestattet es nicht einmal, dass unsere Jugend, die sich auf einer Universität bilden möchte, ausreichend personelle und sachliche Voraussetzungen vorfindet. Die massive Umverteilung dieses Wohlstandes in den letzten Jahren zugunsten einer vermögenden Minderheit, hatte zwangsläufig die Schaffung prekärer gesellschaftlicher Verhältnisse zur Folge: All jene, die nur Kosten verursachten, ohne „Profite” zu generieren, verloren ihre Daseinsberechtigung im Lichte der ökonomischen Vernunft.

So verwundert es nicht, dass sich ein Teil des neuen Prekariats – unsere studentische Jugend – der unwürdigen Behandlung durch die verantwortlichen PolitikerInnen bewusst und nun aktiv wird. Dass dabei manches ungelenk, wenig „organisiert” im Sinne der allmächtigen Zielorientierung wirtschaftlichen Handelns und sogar rechtswidrig ist, kann die Bedeutung dieses mutigen Engagements nicht schmälern: die ekelerregende Eloquenz der politischen Klasse, das menschen- verachtende effizienzorientierte Wirken der Wirtschaft, und die auf deren Betreiben mit Billigung der Rechtsordnung vorgenommene Zerstörung des Bildungssystems in weitaus größeren Maß rechtfertigen den aktuellen Aufschrei der StudentInnen.

Der zuständige Minister Hahn erweist sich als echter Bürokrat und Machtmensch: Den ohnmächtigen Studentinnen sein Erscheinen zu versagen spiegelt nur die Unfähigkeit oder den Unwillen, sich außerhalb der fragwürdigen Interessen von wirtschaftshöriger Politik auf jene Menschen, die zu den Opfern dieser Politik zählen, hin zu bewegen und ihnen ihr Ohr zu leihen.

„Bürgeraktiv” unterstützt auf diesem Weg den Protest der StudentInnen – es kann und darf nicht sein, dass der freie Zugang für alle zur Bildung unter dem Applaus der schweigenden Mehrheit den ökonomischen Interessen weniger geopfert wird!