So­li­da­ri­täts­er­klä­rung der Stu­die­ren­den des Zen­trums für Trans­la­ti­ons­wis­sen­schaft

Kurz und bündig: die Zustände an der Universität Wien sind katastrophal. Auch das Zentrum für Translationswissenschaft ist nicht ausgenommen, im Gegenteil, Studierende der Studien Transkulturelle Kommunikation (Bachelor), Dolmetschen (Master) und Übersetzen (Master) müssen immer wieder aufs Neue darum kämpfen, überhaupt studieren zu können.

Studierenden wird vorgeworfen, ihr Studium nicht richtig zu planen, gleichzeit werden ihnen aber immer mehr Hürden in den Weg gelegt, die von Semester zu Semester ohne rechtzeitige Warnung auch immer wieder umgestaltet werden. Ein unübersichtliches, fehleranfälliges Anmeldesystem (Univis), zu wenige Plätze in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen und Voraussetzungsketten führen dazu, dass viele Studierende trotz Motivation und guter Noten einfach nicht studieren können – oft mehrere Semester lang auf einen Platz in einer Übung hoffen müssen, ohne deren Abschluss sie weder weiterstudieren noch auf andere Lehrveranstaltungen ausweichen können. Das Vorankommen im Studium ist also von einem undurchschaubaren Glücksspiel und dem guten Willen einiger weniger abhängig.

Dies alles ist auf das Bestreben zurückzuführen, der durch den massiven Geldmangel enstandene Situation durch Drosselung der Studierendenzahlen entgegenzuwirken. Anstatt allen das Studieren zu ermöglichen, wird es also manchen erschwert und vielen unmöglich gemacht. Wir, die Studierenden vom Zentrum für Translationswissenschaft, erklären uns deswegen mit allen Besetzerinnen und Besetzern des Audimax solidarisch und unterstützen die formulierten Forderungen!

Zusätzlich fordern wir:
Mehr Transparenz auf allen Ebenen der Universität, mehr Einbindung der Studierenden durch die Studienvertretung und die Studierenden selbst in Entscheidungen, keine im Alleingang gefällte und kurzfristig bekanntgegebene Entscheidungen der Studienprogrammleitung und anderen Organen! Keine Diskrimierung von Nicht-EU-Bürgern und –Bürgerinnen in allen universitären Belangen, darunter (passives) Wahlrecht, Studienbeihilfen, Leistungsstipendien etc. Ein ausreichendes Lehrveranstaltungsangebot, generell und vor allem für Sprachen, die von weniger Studierenden gewählt werden. Keine Ausschließen von Studierenden aus Lehrveranstaltungen anderer Studienrichtungen (Romanistik, Japanologie, Sinologie), die im Rahmen der Studien des Zentrums für Translationswissenschaft besucht werden müssen!

Down­load der Er­klä­rung als PDF-Da­tei.