Attac: „Universitäten sind keine Unternehmen“

Attac Österreich erklärt sich mit Uni-Protesten solidarisch

Attac Österreich ermutigt die Studierenden, die sich für mehr Demokratie und ausreichende Finanzierung der öffentlichen Hochschulen einsetzen, ihren Protest fortzusetzen.

„Universitäten sind keine Unternehmen. Die Universitäten müssen ein Ort emanzipatorischer Bildung sein, welche die Demokratie stärkt und die Antworten auf die sozialen und ökologischen Herausforderungen der Gesellschaft findet. Die Vorbereitung des Hochschulsektors auf Liberalisierung und Privatisierung ist ein katastrophaler Fehler. Eine Ausbildung, welche ausschließlich durch Wirtschaftsinteressen und „Wettbewerbsfähigkeit“ definiert wird, greift zu kurz“, erklärt Christian Felber von Attac Österreich. Attac kritisiert daher den EU-Bologna-Prozess sowie die GATS-Liberalisierung in der WTO, welche die europa- bzw. weltweite Standardisierung der Bildung im Dienste der Wirtschaft regeln.

Anstatt die Universitäten kaputt zu sparen sollten sie finanziell besser ausgestattet und die gesellschaftliche und studentische Mitbestimmung auf allen Ebenen ausgebaut werden. Das Hochschulbudget sollte von derzeit rund 1 Prozent des BIP (2,7 Milliarden Euro) mittelfristig verdoppelt werden. Eine einprozentige Vermögenssteuer auf die Netto-Geldvermögen der Privathaushalte (270 Milliarden Euro) könnte diese hochrentable Zukunftsinvestition finanzieren. „Studiengebühren erhöhen die soziale Selektion beim Universitätszugang und sind daher abzulehnen. Bildung muss auch Menschen aus so genannten „bildungsfernen Schichten“ uneingeschränkt offen stehen“, fordert Felber.

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