Solidarität aus Bern!

Ehrendoktor für Louis XIV – Prekäre Verhältnisse für die Studierenden
Solidarität mit den Studierenden in Wien!

Der grösste Hörsaal der Uni Wien wird momentan von über 1000 Studierenden besetzt – nicht ohne Grund! Die Studienbedingungen in Österreich allgemein und in Wien im Besonderen sind katastrophal. Beispielsweise die Einführung eines Numerus Clausus im Fach Publizistik ist einer der vielen ausschlaggebenden Gründe für die Besetzung des Audimax.

Die Einführung von Zulassungsbeschränkungen ist immer ein Zeichen einer Ökonomisierung des Studiums und letzten Endes ein Zeichen gescheiterter Konzepte der Hochschulverantwortlichen, wobei die Studierenden die Leidtragenden sind! Abgesehen von aberwitzigen Zulassungsbeschränkungen, welche den Fähigkeiten der Studierenden und Ansprüchen des Studiums in keiner Weise gerecht werden, gibt es zahlreiche andere Gründe, um auf die Barrikaden zu gehen.

Die demokratische Mitbestimmung der Studierenden wird systematisch ignoriert und mit der Besetzung wird deutlich gemacht, dass eine Universität von den Studierenden lebt. Das Menschenrecht auf Bildung wird durch die Studiengebühren verletzt und die Ungleichheiten verstärkt, womit die Forderung nach Abschaffung dieser elitären Auslese höchste Zeit ist!

Die negativen Folgen der Bologna-Umsetzung, die miserablen Studienbedingungen, die katastrophalen Betreuungsverhältnisse, die existenzbedrohenden Studiengebühren und das absolutistische Leitbild der Universitätsverwaltungen ist nicht allein ein österreichisches Phänomen – auch in der Hauptstadt der Schweiz sieht es nicht besser aus.

Immer wieder kämpfen wir gegen Zulassungsbeschränkungen, gegen Ökonomisierung der Universität, für existenzsichernde Stipendien, Partizipation, Demokratisierung und Transparenz. An einer kleinen Demonstration im Frühjahr setzten wir uns für die Mitsprache der Studierenden ein und kämpften gegen die Abschaffung von kritischen Fächern innerhalb der Universität. Die Studierenden in Bern werden immer wieder in ihren Anliegen übergangen, nicht ernst genommen und marginalisiert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Ereignisse aus Wien in Bern wiederholen.

Denn auch die Männerbünde an der Universität Bern hängen noch den guten alten französischen Idealen vor der Revolution nach und es verwundert gerade noch, dass Louis XIV nicht zum Ehrendoktor ernannt wird.

In Solidarität mit den Protestierenden in Wien und in ganz Österreich!
Die StudentInnenschaft der Universität Bern

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