Solidarität aus Kroatien

Solidaritätsbrief an die Studierenden Österreichs

Mit diesem Schreiben wollen wir unsere ganze Solidarität für Euren Kampf gegen die Kommerzialisierung und Kommodifizierung der höheren Bildung Österreichs ausdrücken.

Wir sehen in ihm ein Spiegelbild und eine Fortführung unseres eigenen Kampfes – sowohl seine Ziele, als auch seine Methoden betreffend. Unsere Solidarität soll ein weiterer Hinweis auf die fundamentale Tatsache sein, dass es sich hier nicht bloß um einen regionalen Kampf handelt.

Das die menschlichen Bedürfnisse und Rechte unterordnende System hat in vorangehenden Zeiten im Hinblick auf das willkürliche Kalkül der Profit-antreibenden Politik zu einer grenzüberschreitend überwachenden Territorialisierung und zu einem Anstieg von sozialen Kämpfen geführt. Die sich ausbreitende Macht und Gewalt – so erbarmungslos sie sind – zwingen uns ihr mit derselben Universalität zu begegnen, der sie sich selbst bemächtigt haben. Wir müssen die falsche Allgemeingültigkeit von kapitalistischem Interesse mit der Universalität des Ideals von sozialer Gleichheit sowie der kompromisslosen Verteidigung der sozialen Grundrechte konfrontieren. Dies zwingt uns dazu, uns nicht mehr länger in einer provinziellen, kurzsichtigen Weltsicht einengen zu lassen. Denn das ist ein Luxus, den wir uns nicht mehr länger leisten können!

Deshalb ist Euer Kampf wahrlich unser gemeinsamer. Auf dass wir es gemeinsam schaffen werden!

Solidarisch,

Das Plenum der Fäkultat der Human- und Gesellschaftswissenschaften in Zagreb (Kroatien)