Kritische Initiative Heidelberg

Solidaritätserklärung an die Besetzerinnen und Besetzer

Es rappelt in der Kartonagenfabrik. In Österreich werden seit 22.10.09 mehrere Universitäten von Studierenden wegen der schlechten Lehr- und Lernbedingungen, sowie der Zugangsbarrieren im Bildungssystem besetzt gehalten.

Der Bologna-Prozess ist Auswuchs einer Politik, die alles, jede und jeden zur Ware abstempelt. Das Menschenrecht auf Bildung wird zu einem nackten Mittel zum Zweck degradiert. Nicht die Durchsetzungsfähigkeit von Unternehmen und Individuen auf dem Markt, sondern die Entwicklung aller Menschen zur Mündigkeit muss wieder in den Fokus einer Bildungspolitik gerückt werden und ist Grundlage eines jeden funktionierenden Gemeinwesens.

Natürlich erklären wir uns solidarisch mit den Besetzenden in ganz Österreich und sonst wo auf der Welt, aber Solidarität entsteht nicht durch ein Stück Papier, einen Text oder eine bloße Erklärung. Solidarität besteht dadurch, dass wir global gegen diese Politik vorgehen.

Jede Aktion mit der man gegen die schrittweise Abschaffung von Grundrechten wie Bildung vorgeht, beinhaltet automatisch Solidarität mit „der“ weltweiten emanzipatorischen Bewegung. Wir werden weiter Aktionen machen, im Geiste der Notwendigkeit unserer gemeinsamen Anstrengungen für die Umwälzung der Verhältnisse.

Die Forderungen der Besetzenden werden von uns geteilt: Die Verweigerung von Demokratisierung an den Universitäten, Aufhebung der Zugangsbarrieren und angemessener Bezahlung der Lehrenden haben auch in Heidelberg schon Besetzungen provoziert. Wir sehen uns bezeichnenderweise in der Region Deutschland mit genau den gleichen Missständen konfrontiert wie in Wien, Graz, Linz.

Wenn die Zustände, die wir bekämpfen vor Landesgrenzen nicht zurückschrecken, dann wäre es ja absurd wenn wir an einer solchen halt machten.

No Border, No Nation – Free Education.
Hoch die intergalaktische Solidarität.

Kritische Initiative Heidelberg

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