Solidaritätserklärung der Arbeiterkammer Oberösterreich

AK Oberösterreich unterstützt die protestierenden Studenten/-innen jetzt in Bildung und höhere Qualifikationen investieren

„Österreich braucht nicht weniger Studierende und Absolventen/-innen, sondern mehr. Die oberösterreichische Arbeiterkammer unterstützt daher die Studierenden und ihre Vertretung und fordert bessere Studienbedingungen sowie den Abbau bzw. die Verhinderung von Zugangsbeschränkungen“, erklärt sich AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer mit den Protesten der Studierenden an Österreichs Universitäten solidarisch.

Nur 22,1 Prozent eines Altersjahrganges schließen in Österreich ein Hochschulstudium ab – das ist weit unter dem Durchschnitt der OECD-Länder von 38,7 Prozent. Weniger Personen eines Altersjahrganges schließen nur in Griechenland ein Hochschulstudium ab. Auch bei der Studienanfängerquote befindet sich Österreich mit 42 Prozent weit unter dem OECD-Schnitt von 56 Prozent.

Kinder von Arbeitern/-innen und Kinder aus sozial schwächeren Familien sind an den Universitäten und Hochschulen weit unterrepräsentiert. Eine Reform des Bildungswesens ist daher dringend notwendig, um gleiche Chancen für alle Kinder zu schaffen. Dazu gehört auch eine ausreichende finanzielle Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwächeren Familien in Form von Schul- und Studienbeihilfen.

Viele Arbeitnehmer/-innen nutzen die Universitäten auch zur be-rufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung. Auch für diese Studierenden braucht es Verbesserungen, etwa bei der zeitlichen Lage der Studienangebote (Blocklehrveranstaltungen, etc.).

Die Proteste der Studierenden und der Österreichischen HochschülerInnenschaft zeigen, dass großer Handlungsbedarf im Bildungssystem besteht. Bildung entscheidet nicht nur über die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen, sondern über die unserer gesamten Gesellschaft. Eine Politik, die Bildung und höhere Qualifikationen der zukünftigen Generation fördert ist dringend notwendig, wenn wir im internationalen Vergleich auch in Zukunft bestehen wollen.