ArbeitnehmerInnen zu Besuch im Audimax

Eine Gruppe von ArbeitnehmerInnen zeigte heute ihre Solidarität mit den Besetzern und besuchte das Audimax. Mitglieder der Facebook-Gruppe „ArbeitnehmerInnen unterstützen Uni-Proteste“ besuchten die Volksküche und brachten Spenden, stellten einen Scanner für den Medienraum zur Verfügung und nahmen an der Strukturdiskussion teil. Bei einer Führung durch Teile der besetzten Uni ließen sich danach über Geschichte und Hintergründe informieren und in die Arbeit der verschiedenen Arbeitsgruppen einführen.

Alexandra, Journalistin und Herausgeberin des Online-Magazins ceiberweiber.at, sieht die Besetzung als Beginn einer größeren Bewegung. „Es wird zunehmend alles nur mehr nach Effizienzkriterien bewertet und es ist Zeit sich dagegen zu wehren.“

Journalist Christoph (politwatch.at) nimmt eine „Grundangefressenheit“ in der Gesellschaft war. „Es geht nicht nur um die Studierenden sondern um einen gegenwärtigen politischen Trend staatliche Leistungen zurückzufahren. Dagegen begehren die Leute auf und das hier ist der Anfang.“

Betriebsrätinnen und Betriebsräte etwa von Eduscho und von SIS Siemens sowie eine Vertreterin der alternativen und unabhängigen GewerkschafterInnen überbrachten Grußbotschaften und sprachen die Parallelen in den andauernden Kämpfen wider den Demokratieabbau zwischen Studierenden und ArbeitnehmerInnen an.

Eine eindrücklich Grußbotschaft überbrachte auch Madeleine Petrovic, Bürgerrechtskämpferin, frühere Bundessprecherin der Grünen und Landtagsabgeordnete. Sie sprach nicht nur das Engagement der Studierenden für ihre Anliegen und die Gesellschaft an sondern hinterließ auch ihre private Telefonnummer und versprach, im Fall des Falles sofort einige BürgerrechtsaktivistInnen zu mobilisieren. „Das geht dann ganz schnell und wir bringen sofort ein paar Leute hier her, bei denen man sich gut überlegt, ob man sie so einfach aus dem Weg räumt.“

Die Facebook-Gruppe „ArbeitnehmerInnen unterstützen Uni-Proteste“ hat schon über 1300 Teilnehmer.

Freie Bildung geht nicht nur Studierende etwas an. Bildung, egal in welcher Form, befreit. Deshalb erklären wir ArbeitnehmerInnen uns solidarisch mit den Uni-Protesten. Freie Bildung für alle! Keine weiteren Privatisierungen von oder Einschränkungen für öffentliche Dienstleistungen.

– Aus der Gruppenbeschreibung

Die Fotos des SoliBesuchs gibt es hier.