Studierendenvertretung FH Campus Wien: Was geht uns die Uni an?

Wien (OTS) – SEHR VIEL, so die Meinung Studierender der FH Campus Wien.

Die aktuellen Proteste an den österreichischen Universitäten sind auch Angelegenheit der FH-Studierenden.

„Viele der Forderungen für der Audimax-BesetzerInnen an der Universität Wien sind auch 1 zu 1 auf die Fachhochschulen übertragbar“, so Tobias Haas, Vorsitzender der ÖH Studierendenvertretung der FH Campus Wien.

So bedeuten Zugangsbeschränkungen zu Masterstudien an Universitäten einen de facto-Ausschluss von FH-Bachelor-AbsolventInnen. Auch das FHStG ist in seiner derzeitigen Form nicht nur undemokratisch, sondern auch ein bloßes Rahmengesetz, dass den StudiengangsleiterInnen unvergleichlich viel Macht in die Hand gibt.

Außerdem leiden viele der österreichischen FH-Studierenden noch immer unter Studiengebühren. Am Beispiel der Wiener Fachochschulen ist dies eindeutig auf mangelnde finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums und auch der Stadt Wien zurückzuführen. Die ÖH Studierendenvertretung der FH Campus Wien fordert daher:

  • Vollständige Abschaffung der Studiengebühren
  • Ausreichende Finanzierung aller Hochschulen in Österreich
  • Rasche Novellierung des FHStG im Sinne der Studierenden
  • Entmachtung der Studiengangsleitungen an den FHs
  • Demokratische Fachhochschulen mit kollegialen Entscheidungsstrukturen
  • Freier und unbeschränkter Zugang zu Master-Studien an Universitäten
  • Einrichtung einer Gleichbehandlungskommission an allen
    Fachhochschulen.

Unabhängige Studierendengruppen werden sich in den nächsten Tagen intensiv mit den Forderungen der FH-Studierenden auseinandersetzen und diese in die Proteste einbringen.

„Es ist Zeit, dass sich die Politik endlich der Situation der österreichischen Hochschulen annimmt, und die Proteste der Studierenden ernstnimmt“, so Haas abschließend.