Fakultätsvertretung der Geistes- und Kulturwissenschaften

Solidarität mit den Besetzer_innen von Audimax und HS C1

Die Fakultätsvertretung der Geistes- und Kulturwissenschaften an der Uni Wien (FV GEWI) erklärt sich hiermit solidarisch mit der Besetzung von Audimax, HS C1 und anderen Räumen der Uni Wien. Insbesondere erklären wir uns solidarisch mit den im Zuge der Besetzungen stattfindenden, emanzipatorischen, basisdemokratischen Prozessen. Wir begrüßen explizit jene Räume und Initiativen, die einen kritischen, feministischen, antisexistischen, antifaschistischen, antinationalen, antirassistischen und antiautoritären Anspruch haben.

Enorm wichtig, dass Studierende ihre Universität selbst gestalten – und das in einer egalitären, antihierarchischen Art und Weise. Die Selbstgestaltung unserer Uni ist sowohl ein Ausdruck von kritischer Bildung als auch eine Ermöglichung zu kritischer Bildung. Beides wurde im letzten Jahrzehnt sukzessive eingeschränkt und wegrationalisiert.

Die FV GEWI stellt sich in allen Punkten hinter die Forderungen der Besetzer_innen. Im Kontext geistes- und kulturwissenschaftlicher Studien fordern wir von der Uni Wien zudem:

  • keine Umstellung von Lehramtsstudien auf BA/MA-System;
  • Wiederermöglichung kostenloser Ausbildung in Fremdsprachen!

Wir wollen Bildung für alle ohne Zugangsbeschränkungen jeglicher Art – oder eben:
Reiche Eltern für alle!

Höhere Bildung darf nicht nur auf Universitäten bezogen bleiben. Die Trennung von Bildungsmöglichkeiten nach Alter, Beruf, Geschlecht, Klasse und Herkunft spiegelt die kapitalistischen Verwertungszusammenhänge wider – das Durchbrechen dieser Bildungsbarrieren kann Potentiale entwickeln, diese Verwertungszusammenhänge anzugreifen.

Wir appellieren bei dieser Gelegenheit auch an die Universitätsvertretung der ÖH Uni Wien, entstehende Material- und Essenskosten möglichst schnell, unbürokratisch und selbstredend zu übernehmen.

Danke!
selbst & bestimmt!
FV GEWI