Verein für Kommunikation und Freizeitgestaltung Konkret

Solidarität mit den protestierenden StudentInnen!!!

Der Verein für Kommunikation und Freizeitgestaltung begründete das erste Autonome Jugendzentrum in Österreich im Jahre 1975 und führte dies bis ins Jahr 2005. Seither setzt sich der Verein für die Schaffung eines autonomen Kulturzentrums im Vorarlberger Rheintal ein. Die Versprechungen der Vorarlberger Landesregierung, die Inbetriebnahme eines selbstverwalteten Kulturzentrums zu unterstützen, wurden bis dato nicht erfüllt. Auch wir werden weitere Aktionen unternehmen, um zu einem kulturellen Freiraum zu gelangen.

Seit Jahren kann eine Verschulung an den Universitäten und verstärkt eine solche an den Fachhochschulen festgestellt werden. Damit wird der Freiraum für Bildung extrem eingeengt. Nicht umfassend gebildete Individuen, sondern gehorsame, funktionierende Arbeitstiere sind offensichtlich das Ziel von Wirtschaft und in Folge von Bildungspolitikern.

Der Slogan „Bildung statt Ausbildung“ steht für selbstorganisierte ganzheitliche Bildung in Kooperation, damit in kreativer Weise die realen Anforderungen unserer Zeit bewältigt werden können, nämlich Hunger, Krieg und Klimawandel.

Daher ist eine Weiterentwicklung im Bildungsbereich dringend notwendig. Die Voraussetzung dafür sind geistige und infrastrukturelle Freiräume, welche ein Studium in Selbstbestimmung und Selbstorganisation garantieren. Offene Bildungssysteme, die auf die Zukunft gerichtet sind und experimentelles Handeln ermöglichen, sind umgehend zu implementieren. Dies bedeutet nicht nur die Entrümpelung der Curricula/Lehrinhalte, sondern auch eine Demokratisierung der Universitäten. Die Forderung der gleichen Teilhabe aller Betroffenen an der Organisation der Universitäten ist selbstredend und unverzichtbar.

Die finanzielle Aushungerung der Universitäten muss unverzüglich gestoppt und notwendige Mittel für den Ausbau und Ausstattung der Unis, sowie Mittel für zusätzliche Personal zur Verfügung gestellt werden. Die Abschaffung der noch bestehenden finanziellen Barrieren für die Studierenden ermöglichen reale gleiche Zugangsbedingungen.

Daher solidarisieren wir uns uneingeschränkt mit dem zivilgesellschaftlichen Engagement der Audimax-BesetzerInnen, sowie mit den Engagierten aller Universitäten.