AStA der Universität Mainz solidarisiert sich mit den Studierendenprotesten in Österreich

Seit dem 22. Oktober halten Studierende die Akademie für Bildende Künste in Wien besetzt. Seitdem folgten in mehreren österreichischen Städten Großdemonstrationen und weitere Hochschulbesetzungen. Unter dem Motto „Mehr Geld für Bildung als für Banken und Konzerne!“ protestieren die Studierenden vor allem gegen Überfüllung der Hochschulen und für bessere Lehr- und Lernbedingungen an den Universitäten. Als Auslöser gilt dabei die von Wissenschaftsminister Hahn geplante Novelle des Universitätsgesetzes, die die Wiedereinführung der im letzten Jahr abgeschafften Studiengebühren vorsieht.

Die österreichischen Studierenden fordern einen uneingeschränkten Hochschulzugang, den Wegfall von Studiengebühren, bessere Bedingungen für Infrastruktur und Personal und allgemein mehr finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite zur Verbesserung der Studienbedingungen. Auch der Bologna-Prozess und die damit einhergehende Entdemokratisierung und Ökonomisierung der Bildung stehen wiederholt in der Kritik.

Der AStA der Universität Mainz solidarisiert sich mit den protestierenden Studierenden in Österreich. „Auch in Deutschland ist die kritische Auseinandersetzung mit den Reformen in der Bildungspolitk noch lange nicht zuende. Dies hat vor allem der bundesweite Bildungsstreik im Juni diesen Jahres gezeigt, bei dem in Mainz über 5000 Studierende und SchülerInnen auf die Straße gingen, um für eine bessere Bildung zu demonstrieren“, kommentiert der AStA-Vorsitzende Manuel Lautenbacher die aktuelle Situation.

Die europaweiten Tendenzen zur Ökonomisierung der Bildung seien länderübergreifende Probleme gegen die ein europaweiter Aktionismus der Studierenden nötig sei. Nur so könne eine effektive studentische Partizipation erreicht werden, äußerte sich das Plenum des besetzten Audimax in Wien gestern. „Wie die österreichischen Studierenden sehen auch wir diese Problematik in einem europäischen Kontext“, bekräftigt Sebastian Arnoldi, Referent für Hochschulpolitik, die Forderungen der österreichischen Studierenden. „Wir hoffen auf eine erfolgreiche Weiterführung der Proteste.“

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