Grünalternative Jugend (GAJ) Linz solidarisiert sich mit Universitätsbesetzer_innen

Grünalternative Jugend (GAJ) Linz solidarisiert sich mit Universitätsbesetzer_innen

Die Grünalternative Jugend Linz begrüßt und unterstützt das couragierte Eintreten der Student_innen für freien, antisexistischen, barrierefreien und demokratischen Hochschulbetrieb. Wir rufen alle auf sich den Protesten anzuschließen und sich aktiv zu beteiligen.

Weiters möchte die GAJ Linz die Bemühungen um eine basisdemokratische Struktur und ebenso den Kampf gegen Homophobie, Rassismus und insbesondere Sexismus innerhalb der Bewegung positiv hervorheben.

Ein freier und gebührenloser Zugang zur universitären Bildung ist Bedingung für eine lebendige Demokratie. Ganz nach dem Motto „Wissen ist Macht“ soll allen eine niederschwellige Möglichkeit geboten werden sich an dieser Macht zu beteiligen, um somit zur Schaffung einer gleichberechtigten partizipativen und emanzipatorischen Demokratie beizutragen. Als besonders wichtige Forderung für das Aufbrechen der traditionell patriarchalen Strukturen im Hochschulbereich ist die Einführung einer Frauenquote von mindesten 50% in allen Bereichen des universitären Personals.

Bildung statt Ausbildung!

Bildung und Forschung muss unabhängig von der derzeitigen wirtschaftlichen Verwertbarkeit gewährleistet sein. Ein Großteil der wissenschaftlichen Errungenschaften entstehen aus einer unabhängigen Forschung; nur diese kann freies Wissen bereitstellen. Leider wird die Universität immer mehr zur Ausbildungsstätte, wirtschaftliche Interessen bestimmen die Mittel. Dies führt dazu, dass Grundlagenforschung und beispielsweise geisteswissenschaftliche Studienrichtungen chronisch unterfinanziert sind. Doch für gesellschaftliche Entwicklung und nachhaltige Forschung ist es unabdingbar, dass Universitäten genügend Mittel zur Verfügung stehen. Die GAJ Linz fordert deshalb eine wirtschaftlich unabhängige Finanzierung der Universitäten.

Studiengebühren abschaffen!

Die GAJ Linz fordert die sofortige Abschaffung der Studiengebühren. Entgegen vielen Berichten, wonach die Studiengebühren abgeschafft wurden, sind diese nur für bestimmte Personen ausgesetzt. Der Verwaltungsaufwand der durch die vielen Regelungen, den so genannten Studienbeitrag betreffend, entstanden ist, übersteigt die Einnahmen durch die Gebühr selbst und führt sich dadurch ad absurdum.

(Re-)Demokratisierung der Universitäten!

In den letzten Jahren wurde das demokratische Mitbestimmungsrecht der Studierenden, sowie des universitären Personals, immer weiter beschnitten. Die an den Universitäten tätigen Personen müssen ihre Hochschule selbstbestimmt gestalten und organisieren können. Deshalb fordert die GAJ Linz die Abschaffung des undemokratischen Universitätsrates und eine Demokratisierung in allen Bereichen.

Mehr Studienplätze statt Zugangsbeschränkungen!

Bei einer Akademiker_innenquote die weit unter dem OECD-Schnitt liegt, kann nicht von Zugangsbeschränkungen die Rede sein. Es müssen mehr Mittel für die Universitäten zur Verfügung gestellt werden um allen die sich für ein Studium entscheiden einen Studienplatz zu sichern.

Freier, barrierefreier und offener Zugang zu Universitäten!

Um ALLEN die Möglichkeit zu geben sich zu bilden muss es einen freien Zugang zu Universitäten geben. Es müssen Menschen, egal welches sozialen Hintergrunds, die gleichen Chancen haben sich akademisch zu Bildung. Die Universitäten müssen barrierefrei gestaltet werden um wirklich allen den Zugang zur Bildung zu ermöglichen.

Mindestens 50% Frauenquote in allen Bereichen des universitären Personals!

Um die jahrhunderte alten patriarchalen Strukturen zu durchbrechen bedarf es starker Maßnahmen. Die GAJ Linz fordert deshalb eine Mindestfrauenquote von 50% in allen Bereichen des universitären Personals. Sie unterstützt ausdrücklich die notwendige positive Diskriminierung, solange keine Gleichstellung erreicht ist.