Potsdam braucht Verstärkung!

In der Nacht erreichte uns folgender NOTRUF:

Hallo Leute,
Potsdam soll laut BesetzerInnen spaetestens sonntag Abend geraeumt werden. Um 17 Uhr (Sonntag) findet ne Pressekonferenz statt. Es sollten viele Leute tagsüber und abends dort sein. Wenn Leute mit Presseausweisen kommen würden wäre das ebenfalls supergut! Gebt das weiter, bitte!
Gute Nacht!

Also auf dass es noch viele schöne Nächte im neu geschaffenen Potsdamer Freiraum gibt schicken wir euch solidarische Grüße und eine große Schaufel Wiener Glut!
Auch wir in Wien schließen uns dem Aufruf an: Leute nehmt die Beine in die Hand und füllt euren Freiraum mit den Gedanken von morgen!!

HALTET DURCH!!
einen schönen sonntag noch!!

15 Gedanken zu „Potsdam braucht Verstärkung!

  1. Was soll die Österreicher Potsdam interessieren?!? Ein NOTRUF?!? Das sind eure Sorgen? Eure Notrufe? Österreich lacht über euch (auch Studenten wie ich). Und nebenbei beschämt ihr die Akademiker in diesem Land. Bitte geht einfach nach Hause und lernt was außer sich über alles und jeden aufzuregen.

    lg

  2. Ich bin weder das Eine noch das Andere. Und schon alleine die Anschuldigung ein Rechter zu sein ist ein Witz. Aber ich vermute dass bei euch weltverbessernden Anarchisten alles rechts ist, dass nicht mit eurem Strom schwimmt. Ich vertritt die Meinung, die der Großteil Österreichs vertritt. Wenn ihr das nicht schön langsam einseht tut IHR MIR leid. Aber warum nicht demonstrieren anstatt lernen? Ihr habt schon recht. Weiter so 😉 Nur die wenigsten Studenten interessiert das was ihr macht. Und das ist schon eine Kunst für sich. Eine Studentendemonstration die von einem Großteil der Studenten abgelehnt wird. (dazu gibt es Umfragen) Aber besetzts ihr noch ein paar Hörsäle und ich tu derweil genau das was Studenten eigentlich machen sollten. Studieren und zu einem Abschluss kommen. Aber ich vermute, dass das bei euch zur Nebensache geworden ist.

  3. Leid solltest du einem trotzdem tun. Deiner Meinung sitzen alle Demonstranten und Protestierenden auch rund um die Uhr im Audimax und verlassen diesen nur für Demonstrationen und um Alkohol einzukaufen. Dass diese ihre Freizeit neben Studium und Arbeit dafür opfern, fiele dir wohl nicht im Traum ein. Demonstrieren und lernen heißt für viele die derzeitige Devise.
    PS: Heutzutage gibt es zu allem Umfragen und jede Umfrage lässt sich so adaptieren, dass man zu dem gewünschten Ergebnis kommt. Insofern: Lebe du weiter in deiner vorgegaukelten Traumwelt.

  4. Ist doch Mumpitz – viele Studierende gehen doch nur deshalb nicht Demonstrieren, weil Leute wie du, @Christoph, immer sagen dass ja alles dufte ist und man nichts ändern.
    Ich für meinen Teil würde ja gerne einfach nur lernen und die ganze Hochschulpolitik Hochschulpolitik sein lassen: aber man lässt mich ja nicht. Hörsäle zu voll, zu wenig Bücher vorhanden, zu wenig Dozenten und keine Möglichkeit das zu lernen, dass wirklich relevant ist und für meinen Berufsweg von Vorteil, weil der ganze Lehrplan vorgegeben wird. Ich bin doch keine 15 mehr und in der Schule!

    Vielleicht sollte man mal sein Duckmäusertum aufgeben und endlich was gegen die desolaten Bildungspolitik in Europa unternehmen. Ich mach das nicht aus Egoismus, sondern im Interesse meiner noch ungezeugten Kinder.;) Denn wenn die Scheiße so weitergeht, dann ist aber Ende Gelände für unsere Gesellschaft…

  5. Die von oben herab erzwungenen Gesetzgebung also bei Neuerungen werden nicht Leute eingebunden, welche es betrifft (sei es jetzt bei den Studentenprotesten die von den Studenten gewählte ÖH oder bei der Gesammtschule Lehrer und Schülervertreter) ist für mich ein aus meiner Sicht undemokratisches Vorgehen, und daher sind für mich die Proteste legitim, um eine Veränderung bewerkstelligen zu können braucht es nun mal nicht eine von oben alleine bestimmte Gesetzesvorlage sondern eine Beschlussfähige gemeinsam erarbeitete, gerade in Zeiten der Kriese. All das sehe ich derzeit leider nicht. Ich sehe das es von denen wo die Gesetzeslage ausgeht nicht mit Ausnahme von den Herrn Bundespräsidenten eine Gesprächsbereitschaft sodass sich Lehrende, Studierende auf einen besseren Weg befinden. Sämtliche Umfragen zeigen das es mit unseren Bildungswesen in der Vergangenheit nicht zum Besten gestanden ist und derzeit auch nicht zum Besten steht unterstreichen auch die Notwendigkeit einer gemeinsam erarbeiteten Veränderung wo alle Beteiligten eingebunden werden, nur die ist nur dann möglich wenn eine solche vorhanden ist und mir ist sie nicht bekannt.

  6. Gerade in Deutschland müsste der Aufschrei gegen das Bildungssystem am größten sein:

    1. Bildung = Aufgabe der Länder ist der größte Mist, den es jemals gab. Der Bund hat so kaum Möglichkeiten, irgendwas dran zu drehen. Ausserdem gibts dadruch 16 verschiedene Abiture, die alle komplett unterschiedlich sind:
    Einige Länder haben 12 Jahre, andere 13, einige haben GK/LK-System, andere Zentralabitur. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Lerninhalte auch noch verschieden sind (z.B. Mathe-Abi in Sachsen war mit grafisch-programmierbaren Taschenrechner, in Sachsen-Anhalt war der verboten usw)
    Einige Länder haben Studiengebühren (die sich auch noch in der Höhe unterscheiden), andere nicht. Hat mal wer darüber nachgedacht, wie Familien die von Hartz 4 leben, ihren Kindern ein Studium finanziell ermöglichen sollen? Etwa mit 3,50 € Bafög, für das man einen Bürokratiekrieg führen muss – dagegen war die Schlacht um Berlin ein Kinderwandertag – und dieses zu einem gewissen Anteil muss?

    2. Das NC-System bringt nur Nachteile mit sich:
    – Selektion auf reinem Notenschnitt lässt logischerweise andere Dinge unbeachtet wie z.B. soziale Kompetenzen
    – Selektion nach Notenschnitt ermöglicht es in Kombination mit einem GK/LK-System ein Fach zu studieren, wo man in den entsprechenden Einzelfächern eigentlich keine Ahnung zu haben braucht. z.B. (angenommen Mathe als NC-Fach) Mathe 4, Religion & Sport als LK mit 1 = NC Mathestudium kein problem

    = durch das mehr als ungerechte System, wandern halt viele nach Österreich ab, damit liegt Deutschland nicht nur bei Waffenexporten weit vorn, sondern auch bei der Abwanderung kluger Köpfe (wer ein Abi hat ist das mittlerweile fast schon und nicht, wer den NC erreicht!)

    In unseren westlichen Staaten sind Dienstleistungen nunmal die Wirtschaftsgrundlage und das beginnt nunmal mit Bildung. Wer das nicht erkennt und das System so beibehalten will, riskiert die Zukunft des Landes!

  7. Den werden wir nicht überzeugt bekommen, aber andere Parteien wie die Grünen schon. Die AG war ja auch verräterischerweise gegen alles und wurde in der ÖH-Versammlung gnadenlos von den anderen überstimmt. Ich bin diesbezüglich optimistisch.

    noch ein Nachtrag:
    Ich hoffe inständig, dass die ÖsterreicherInnen die NC-Flüchtlinge endlich mal als Chance und nicht als Belastung ansehen! Auch das Argument, dass sie auf Steuerkosten der ÖsterreicherInnen studieren greift nicht, weil die Deutschen Geld mit ins Land bringen und ebenfalls Steuern bezahlen, z.B. Mehrwertsteuer.

    Es gibt auch Stimmen für ein NC-System in A, was mir vollkommen missverständlich ist: Lernt man denn garnichts von D? Dann gibts in Österreich das gleiche Schauspiel wie in D: Abwanderung. Das ist der komplett falsche Weg, wir brauchen die 180°ige Gegenrichtung!

  8. Mir fällt immer mehr auf, dass Leute, die diese Bewegung kritisieren nicht wissen was die wirklichen Forderungen der Studenten sind und welche negativen Tendenzen sich in den letzten Jahren ergeben haben!
    Einen Überblick habe ich auch erst im Zuge des Protestes bekommen … Wenn man nicht politisch interessiert ist und die vergangenen Ereignisse studiert hat, besteht auch keine Möglichkeit Kritik zu üben weil die momentane Lage als selbstverständlich angesehen wird!
    (@ Christoph) Ein großer Teil der Österreicher steht diesen Protest wirklich negativ gegenüber, aber das liegt, wie ich schon oft mitbekommen habe, an der mangelnden Information über Studentenbewegung.
    -Sie sehen nur die Blokaden und verstehen nicht, dass diese erforderlich sind um Veränderungen (Aufmerksamkeit) zu bewirken, das ist die einzige Sprache die sie verstehen!
    -Sie sehen, dass die arbeitende Schicht zur Finanzierung herangezogen wird, aber nicht, dass die Bildung jedem zu Gute kommt! Und mehr Geld für die Unis nicht von der Mittelschicht gefordert wird!
    Man sollte diese Vorurteile aus dem Weg räumen um deutliche Veränderungen zu bewirken, denn nur wenn die Masse hinter uns steht wird das möglich sein!!!

    Aufklärung, ist wie so oft hier auch der richtige Weg!

  9. Tasi: „(@ Christoph) Ein großer Teil der Österreicher steht diesen Protest wirklich negativ gegenüber, aber das liegt, wie ich schon oft mitbekommen habe, an der mangelnden Information über Studentenbewegung.“

    Da geb ich dir recht. Nicht aber so in meinem Fall.

    Tasi: „denn nur wenn die Masse hinter uns steht wird das möglich sein!!!“

    Das wird schwer. Es gibt einfach zu Viele (mich eingeschlossen) die den Protest für sinnlos sehen und bestenfalls belächeln (Pröll). Es gibt Forderungen die in Ordnung sind und die auch gefordert werden sollen. Aber ohne Zugangsbeschränkungen lässt sich Qualität wohl nicht heben. Und warum muss qualitative und freiwillige Bildung gratis sein? Ich glaube auch als Student/in kann man den Staat für Bildung etwas zurückgeben. So sehe ich die ganze Sache. Okay, wenn man es anders sieht. Aber einfach immer nur verlangen und alles gratis und dann beschweren ist für mich persönlich nicht vereinbar.
    Das ist nur meine Meinung. Und wenn jetzt wieder wer kommt mit Anschuldigungen und mich einer rechten Partei zuordnen will und mich generell als Protest- und Grünenhasser usw. hinstellt dann hat dieser sich selbst mit dieser Aussage aus der Diskussion disqualifiziert.
    Genau das ist der Grund, warum der Rest von mir unkommentiert bleibt.

  10. @ Christian
    Möchte noch auf deine zwei Punkte eingehen…

    Zugangsbeschrenkung die bereits Uniextern vorhanden sind (Matura) reichen denke ich aus um einen ausreichenden Standard in den Unis zu garantieren. Weitere Beschrenkungen die im Gange sind, sehe ich aber nicht als sinnvoll.
    Sie wären einfach ein Werkzeug um die fehlenden Mittel an den Hochschulen auszugleichen und würden zu sinkenden Studentenzahlen führen.
    So würde natürlich eine Qualitätssteigerung erzielt, das streite ich gar nicht ab, aber um einen Preis, welches eine geistige Zurückentwicklung der Allgemeinheit bedeuten würde! (Weniger Menschen mit Hochschulabschluss)
    Es sollte viel mehr erreicht werden so vielen Menschen wie möglich mehr Wissen zu vermitteln und wenn hier der fehlende Wille des Staates im Weg steht finanzielle Mittel zur verfügung zu stellen ist das ein Skandal !

    Zum zweiten Punkt, dass man was für die Bildung zahlen sollte:
    Ich persönlich sehe in den Studiengebühren nicht so ein großes Problem, aber zur Finanzierung der Hochschule tragen diese Gelder kaum was bei, sie bedeuten nur für sozial Schwächere ein Hinderniss für das Studium!
    Nebenbei angemerkt, es gibt Wege wie man ohne Belastung der Studenten oder der Mittelschicht genügend Geld zur verfügung stellen kann (Vortrag Christian Felber)

    Bildung sollte im ausreichenden Maße vom Staat finanziert werden um das Bedürfniss jedes Einzelnen nach Wissen zufrieden zu stillen !

    Nicht ohne Gegenleistung, sondern für die späteren geistigen Errungenschaften und den Fortschritt die diese Menschen für die Gemeinschaft leisten werden.
    Bildung ist ein Gut, das nicht in ausreichendem Maße unterstützt wird und mit dieser Bewegung wird das endlich zum Ausdruck gebracht!

  11. @Tasi: Ein weiterer Grund fuer die EInfuehrung von Zugangsbeschraenkungen findet sich in deinem Text: Bitte um Beachtung der Rechtschreibung !
    Wenn das ein Akademiker in der heutigen Zeit schreibt, daun gute Nacht. Hauptschueler koennen es nicht besser.

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