Unterstützungs-Konvoi in Richtung der protestierenden Studierenden in Österreich

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel organisiert einen Unterstützungs-Konvoi in Richtung der protestierenden Studierenden in Österreich.

Dieser startet am 09. November um 06:00 Uhr morgens, in Gedenken an den Beginn der Außerparlamentarischen Opposition. 1967 noch unter dem Motto „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“, dreht es sich 42 Jahre später nicht um einen Konflikt zwischen Studierenden und Lehrenden. Studierende in Österreich und Deutschland fordern, dass die Versprechen nach einer gerechten Bildungspolitik endlich eingelöst werden.

Auf seinem Weg von der nördlichsten, deutschen Volluniversität zum Wiener Audimax wird der Konvoi an mehreren deutschen Hochschulen halt machen und dort Solidarisierungserklärungen, Grußworte und vor allem Carepakete einladen.
Die Carepakete werden alles enthalten, was das BesetzerInnen-Herz begehrt: Kaffee, Schokolade, Toilettenpapier, Gemüse, Zeitschriften und vieles mehr.

Zurzeit sind die Studierendenvertretungen der Uni Flensburg, FH Flensburg, Uni Lübeck, Uni Hamburg, Uni Hannover, Uni Göttingen, Uni Kassel, Uni Marburg, Uni Frankfurt, Uni Heidelberg, Hochschule Darmstadt, Uni Würzburg, FH Nürnberg und LMU München an Bord, weitere haben Interesse bekundet und werden im Laufe des Wochenendes folgen.
Zusätzlich wird die Aktion vom AStA FH Aachen, UStA Uni Karlsruhe, U-AStA Uni Freiburg, U-AStA Uni Konstanz und die FaVeVe der Uni Stuttgart.
In Österreich werden die Universitäten in Salzburg und schließlich Wien angesteuert, um dort die Pakete und Botschaften aus Deutschland zu überreichen.

Mit dem Roadtrip, durch die von Kanzlerin Merkel ausgerufene Bildungsrepublik Deutschland, soll auf die desolaten Zustände an deutschen Hochschulen und den Protest der österreichischen KommilitonInnen aufmerksam machen.
Der Kurs der deutschen und österreichischen Bildungspolitik, ist ein Blindflug, der sich allein dem Primat der Ökonomie unterwirft. Wird dieser einhalten, leiden nicht nur die Studierenden, sondern auch die Lehrenden an den Universitäten: Freie Forschung und Lehre sind nicht möglich, wenn man von autoritären Vorständen gegängelt wird und ewig auf der Jagd nach Drittmittel ist. Aber ohne eine hochqualitative Lehre an ALLEN Hochschulen, sowie Orchideenfächern gibt es keine qualifizierten Nachwuchsforscher.
Unter dieser Fehlentwicklung leidet langfristig jeder in der Gesellschaft – die Hochschulen sind ein notwendiges Korrektiv der Gesellschaft, sowie ein Antrieb für Fortschritt und Lebensstandard.

Dabei müssen Studierende, wie auch Lehrende, an einem Strang ziehen. Deshalb plant die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel dem AStA auch Fahrzeuge für die Fahrt zur Verfügung zu stellen.

Der AStA der Uni Kiel wird während der Fahrt auf seiner Internetseite (http://asta-kiel.derneye.de) über den Verlauf der Fahrt berichten und diese sowohl mit Foto-, wie Videokameras festhalten.

Ansprechpartner:

Dirk Schroller
Referat für Kultur (Organisator „Care for Vienna“
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Westring 385, 24118 Kiel
Mobil: +49 (0) 176 76 790 128
Mail: dschroller@tng.de

Tobias Langguth
AStA Vorstand
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Tel: +49 (0) 431 880 5060
Mobil: +49 (0)170 43 62 360
Mail: uniproton@fizzz.org

René Geßner
AStA Vorstand
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Tel: +0049 (0) 431 880 5060
Mail: renegessner@googlemail.de

5 Gedanken zu „Unterstützungs-Konvoi in Richtung der protestierenden Studierenden in Österreich

  1. das ihr euch nicht schämt. Der 9te November hat bestimmt eine wichtigere Wende herbeigeführt als die rote Studentensuppe jemals herbeiführen kann.

    20 Jahre Mauerfall 😀 und ihr könnt es nicht revidieren oder totschweigen 🙂

  2. Für die Studierendenbewegung und die Gesellschaft der BRD-West war das schon ein bewegendes Ereignis! Davon mal abgesehen hat der 9. November schon auch andere Daten vorgebracht (gute wie schlechte) von denen man leider wenig hört!
    Ausrufung der Republik 9.11.1918 / Reichsprogrome 9./10. November 1938 (um nur einige zu nennen) die kommen Dank dem Mauerfall wesendlich zu Kurz

    msg

  3. Wer von roter Studentensuppe spricht, hat offensichtlich die revolutionären Veränderungen des Mauerfalles nicht verstanden…
    Meinungsfreiheit bedeutet eben auch öffentlichen Raum für Kritik an den bestehenden Verhältnissen zu gewähren, etwas, wozu die DDR nicht bereit war. Wenn wir nun in Deutschland von unserem Recht auf Meinungsfreiheit und gesellschaftlicher Teilhabe nicht Gebrauch machen, was für einen Unterschied gäbe es dann zu einem Staat, in dem das nicht möglich ist?
    Vielleicht ist gerade das Jubiläum des Mauerfalls ein sehr guter Hintergrund, für demokratisches Engagement zu werben. Denk mal drüber nach, Malinka…

  4. Hallo,

    Was ich vermisse ist ein Link für die MitarbeiterInnen der Uni-Wien (und oder auch für andere Unis) für Solidarität/Kommentare usw..(so wie es bereits für die Lehrenden einen Link gibt) Kann man das noch irgendwo einbauen?

    Grüße

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