Archiv für den Tag: 11. November 2009

Solidaritätserklärung des Betriebsrats des künstlerischen und wissenschaftlichen Personals der Akademie der bildenden Künste Wien

Verabschiedete Erklärung des Betriebsrats des  künstlerischen und
wissenschaftlichen Personals der Akademie der bildenden Künste Wien

Der Betriebsrat für das künstlerische und wissenschaftliche Personal der Akademie der bildenden Künste Wien erklärt sich solidarisch mit den Streikenden und unterstützt deren  Entscheidung zum aktiven Protest.

Weiters schließt er sich voll inhaltlich den verabschiedeten Erklärungen des Betriebsrates des wissenschaftlichen Personals der Universität Wien an.

Betriebsrat des  künstlerisch und wissenschaftlichen Personals der Akademie der bildenden Künste Wien
Schillerplatz 3, 1010 Wien
betriebsrat_kwup@akbild.ac.at

Solidaritätserklärung des Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie

Das Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien unterstützt die studentische Protestbewegung:

1. Wir unterstützen die Studierenden in ihrem Protest gegen die unzumutbaren Studienbedingungen und in ihrer Forderung nach einer spürbaren Erhöhung des Budgets für die österreichischen Universitäten.

2. Wir unterstützen ihre Forderungen zur Lösung des Problems der prekären Arbeitsverhältnisse von LektorInnen unter Aufrechterhaltung des Prinzips der Einheit von Lehre und Forschung.

3. Wir wollen die Lehrveranstaltungen und Hörsäle für die Diskussion der Forderungen der Protestbewegung nutzen und die Universität als Ort neuer Formen von Wissensproduktion öffnen.

Thomas Fillitz (Vorstand)
Wolfgang Kraus (stv. Vorstand)
Werner Zips (SPL)

Solidaritätserklärung der Mitarbeiter_innen des Instituts für Rechts- & Kriminalsoziologie

Die Mitarbeiter_innen des Instituts für Rechts- & Kriminalsoziologie
(Wien) erklären sich mit den Protesten gegen die vorherrschenden
Studienbedingungen und -reformen solidarisch.

Mag.a MA Andrea Kretschmann
Institut für Rechts- & Kriminalsoziologie
Museumsstr. 5/12
A-1070 Wien

andrea.kretschmann@irks.at
Tel: +43[0]1-526 15 16 DW 20
www.irks.at

Solidaritätserklärung Österreichischer Verband für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache

Solidaritätserklärung

Bildung ist die Basis für jede gesellschaftliche und individuelle Entwicklung und für die Kompetenz, sich aktiv an öffentlichen Diskursen beteiligen zu können. Die österreichische Regierung hat jene Voraussetzungen zu schaffen, die den Zugang zu qualitativ hochstehender Bildung für breite Bevölkerungsgruppen ohne soziale Selektion ermöglichen und Lernenden wie Lehrenden Bedingungen bieten, die dem Faktum, dass Österreich zu den reichsten Staaten der Welt zählt, Rechnung tragen und mit ausreichendem politischen Willen auch umgehend umsetzbar sind.

Der Österreichische Verband für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (ÖDaF) erklärt sich daher solidarisch mit den Studierenden, die mit ihren Protesten ein wichtiges Zeichen gegen die inakzeptable Misere an Österreichs Universitäten setzen. Der ÖDaF unterstützt ebenfalls die Forderungen nach (Re-)Demokratisierung universitärer Entscheidungsstrukturen, nach adäquater Finanzierung von Forschung und Lehre, wozu auch die Beseitigung prekärer Dienstverhältnisse zählt, als auch nach Einführung einer verpflichtenden Frauenquote auf allen wissenschaftlichen Ebenen.

Der ÖDaF begrüßt jedes Dialogangebot seitens der Regierung, betont jedoch, dass diese Gespräche vom Willen getragen werden müssen, konkrete unmittelbare Maßnahmen für eine spürbare und nachhaltige Verbesserung der Lage von Österreichs Hochschulen und Universitäten einzuleiten.

Solidarische Grüße
Vorstand ÖDaF

Solidaritätserklärung der Studierendenvertretung Psychologie

Liebe Studierende, liebe Lehrende!

Seit letztem Donnerstag streiken StudentInnen in ganz Österreich, organisieren sich und prangern die miserable Situation an den hiesigen Hochschulen an. Umstände, unter denen wir alle zu leiden haben: Die Unterfinanzierung der Universitäten, die Prekarisierung großer Teile der Lehrenden, der Abbau demokratischer Strukturen oder die Schaffung neuer Hürden und Selektionsmechanismen im Studium stellen nur einige der Widrigkeiten dar, mit denen wir als TeilhaberInnen der Universität zu kämpfen haben.

Wir, als Studierendenvertretung der Psychologie, möchten uns daher mit dieser studentischen Bewegung und ihren Anliegen solidarisieren und unsere vollste Unterstützung auszudrücken. Wir verstehen, dass es gerade unter StudienanfängerInnen und Lehrenden der Psychologie einige gab, für die die Besetzung eine Mehrbelastung und Enttäuschung bedeutete und bedauern dies. Zugleich ist die übergroße Bedeutung der Ringvorlesungsprüfung eines jener Symptome eines krankenden Systems, gegen die sich die Proteste richten.

Gerade in der Psychologie sind viele der Probleme deutlich sichtbar. Uns geht es, wie auch den Protestierenden, nicht darum die Verhältnisse für alle bereits Studierenden zu verschlechtern, in dem ein freier Hochschulzugang und damit die Abschaffung des Auswahlverfahrens durchgesetzt wird ohne zusätzliche Ressourcen aufzustellen. In der Reduzierung der Studienplätze oder der Ausweitung von Auswahlverfahren eine Lösung für die Bildungsmisere zu sehen, halten wir für regressiv. Jede und jeder sollte die Möglichkeit haben über seine Studienwahl, seinen Studienabbruch und ähnliches frei zu entscheiden. Die Realisierung dieser freien Wahl ist scheinbar idealistisch. Doch nur scheinbar. Genau für diese Diskussionen bieten die gerade stattfindenden Proteste eine gute Austauschmöglichkeit und auch die Studienvertretung Psychologie freut sich über alle die mit uns gemeinsam idealisieren, diskutieren und sich für ein besseres Studium einsetzen wollen.

All jene, die sich von den Protesten ein Bild machen wollen, finden unter diesen Links wertvolle Informationen:

http://unsereuni.at
http://www.malen-nach-zahlen.at
http://www.freiebildung.at

aktuelle Berichte, Fotos, Videos:
http://www.studivz.net/uniscreen
http://www.studivz.net/die
http://www.facebook.com/uniscreen

In der Hoffnung auf ein besseres Studieren,
Eure Studierendenvertretung Psychologie

Letztes Update ( Mittwoch, 04 November 2009 )

http://www.krips.at/data/index.php?option=com_content&task=view&id=170&Itemid=2