Solidaritätserklärung Österreichischer Verband für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache

Solidaritätserklärung

Bildung ist die Basis für jede gesellschaftliche und individuelle Entwicklung und für die Kompetenz, sich aktiv an öffentlichen Diskursen beteiligen zu können. Die österreichische Regierung hat jene Voraussetzungen zu schaffen, die den Zugang zu qualitativ hochstehender Bildung für breite Bevölkerungsgruppen ohne soziale Selektion ermöglichen und Lernenden wie Lehrenden Bedingungen bieten, die dem Faktum, dass Österreich zu den reichsten Staaten der Welt zählt, Rechnung tragen und mit ausreichendem politischen Willen auch umgehend umsetzbar sind.

Der Österreichische Verband für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (ÖDaF) erklärt sich daher solidarisch mit den Studierenden, die mit ihren Protesten ein wichtiges Zeichen gegen die inakzeptable Misere an Österreichs Universitäten setzen. Der ÖDaF unterstützt ebenfalls die Forderungen nach (Re-)Demokratisierung universitärer Entscheidungsstrukturen, nach adäquater Finanzierung von Forschung und Lehre, wozu auch die Beseitigung prekärer Dienstverhältnisse zählt, als auch nach Einführung einer verpflichtenden Frauenquote auf allen wissenschaftlichen Ebenen.

Der ÖDaF begrüßt jedes Dialogangebot seitens der Regierung, betont jedoch, dass diese Gespräche vom Willen getragen werden müssen, konkrete unmittelbare Maßnahmen für eine spürbare und nachhaltige Verbesserung der Lage von Österreichs Hochschulen und Universitäten einzuleiten.

Solidarische Grüße
Vorstand ÖDaF