Solidaritätserklärung des Jüdischen Filmfestivals

Das Jüdische Filmfestival Wien solidarisiert sich mit den österreichische StudentInnen, die das Audimax besetzen

In unserer Konzeption des Judeseins ist das Studium zentral (was auch nicht bedeutet, dass es für andere nicht der Fall ist!). Jüdinnen und Juden sind einigermaßen “ewige StudentInnen“, die sich nicht vorstellen können, dass Studiengebühren verlangt werden können, einfach weil man „zu viel“ studiert! Es ist ja Meschugge. Studieren ist der Kern des menschlichen Seins. Es wird zum Beispiel nicht gesagt, dass man die Thorah „liest“, sondern, das man sie „studiert“.

Nach zwei Tausend Jahren Verfolgung haben vermutlich viele Jüdinnen und Juden eine hohe Sensibilität zu Ungerechtigkeit entwickelt. Wir können nicht ertragen, dass die Studienfreiheit missachtet wird, dass Milliarden zu Banken und nicht zu Unis gehen, oder – ganz konkret – dass manche Studiengebühren zahlen müssen, einfach weil sie da und nicht hier geboren sind.

Daniel Cohn-Bendit sagte 1968 in Paris, „Wir sind alle deutsche Juden“. Heute möchten wir Euch sagen „Ihr seid alle kämpferische Juden und wir sind stolz, Euch einen Film des 17. jüdischen Filmfestival zeigen zu können!“

3 Gedanken zu „Solidaritätserklärung des Jüdischen Filmfestivals

  1. Studieren statt Blockieren!

    Uminterpretation des Slogans "Studieren statt Blockieren!!!" nach Michael Köhlmeier:
    Die Politik hat jahrelang die Bildungspolitik blockiert (Unterfinanzierung, Zugangsbeschränkungen). Viele Menschen können es sich daher nicht leisten, zu studieren. Weiters können viele Studierende nicht das studieren, was sie wollen. Jede/r soll das studieren können, was er/sie möchte, die Politik soll nicht mehr blockieren, daher:

    Studieren statt Blockieren!

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