Solidaritätserklärung des Instituts für Afrikawissenschaften der Universität Wien

laut Umlaufbeschluss am 25.11.2009.

Das Institut für Afrikawissenschaften bedankt sich bei den protestierenden Studierenden dafür, dass sie die lang anstehenden Fragen der Finanzierung und Gestaltung der Universität Wien zu einer öffentlichen Debatte gemacht haben.

Wir unterstützen die Studierenden in ihrer Forderung nach einer wirksamen Erhöhung des Budgets für alle österreichischen Universitäten, um eine Ausfinanzierung der Universitäten den internationalen Standards entsprechend zu gewährleisten.

Wir sind für eine Demokratisierung der österreichischen Universitäten, die MitarbeiterInnen  und Studierenden ermöglicht, an der Entwicklung ihrer Studiengänge und Studienbedingungen entscheidend mitzuwirken. Wir unterstützen den Protest der Studierenden gegen die zunehmende Verschulung und gegen die unzumutbaren Studienbedingungen.

Wir unterstützen die Forderung, Lösungen für unzumutbare Arbeitsverhältnisse von LektorInnen und anderer prekarisierter Gruppen zu finden und verlangen eine generelle Lösung des Problems der prekären Arbeitsverhältnisse an den Universitäten, die nicht zu Lasten von Forschung und Lehre geht.

Wir fordern neue Formen der Nachwuchsförderung, lebbare Karrieremodelle sowie angemessene Entlohnung in allen Bereichen.

Wir bekennen uns zum Prinzip der Vielfalt der Lehre sowie der Einheit von Lehre und Forschung.