SJÖ, SJD, JUSOS Deutschland und JUSOS Schweiz solidarisieren sich

SJÖ, SJD- Die Falken, JUSOS Deutschland und Schweiz: Reiche Eltern für alle: Vermögen besteuern, Bildung erneuern!

Wien– Im Rahmen eines internationalen Jugendtreffens besuchten die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ), die SJD-Die Falken, die JUSOS Deutschland und die JUSO Schweiz das Audimax der Uni Wien, wo sie ihre Solidarität mit den Studierenden erklärten. Die in Wien losgetretenen Bildungsproteste haben internationale Wellen geschlagen, mittlerweile sind an über 60 Universitäten in Österreich, Deutschland und der Schweiz Hörsäle besetzt. Die Anliegen der Studierenden sind länderübergreifend dieselben: die soziale Öffnung und Ausfinanzierung der Hochschulen, Schluss mit der Ökonomisierung des Bildungssystems und Verbesserung der Studienbedingungen.

„Die soziale Schieflage ist ein gesamteuropäisches Problem. In den letzten Jahrzehnten ist die Schere zwischen arm und reich stark auseinander gegangen. Die Einkommens- und Vermögensverteilung hat sich zu Lasten der Beschäftigten verschoben. Dass freie Bildung für alle mit der Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstandes zusammenhängt, haben die Wiener Studierenden bei der ersten Großdemo bereits erkannt: ‚Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne’ wurde skandiert. Dem ist nichts hinzuzufügen“ so SJÖ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi.

Die Jugendorganisationen fordern eine Umverteilung von oben nach unten, und zwar mit der Einführung von Vermögens- und europaweiten Börsenumsatzsteuern. Dazu die Vorsitzende der JUSOS Deutschland, Franziska Drohsel: „Wir brauchen endlich ein offenes, durchlässiges und gerechtes Bildungssystem, das allen Menschen die gleichen Chancen auf Bildungserfolg bietet. Dafür muss Geld in die Hand genommen werden, das sich der Staat durch die jahrelange Bevorzugung von Vermögenden entgehen ließ. Mit der Einführung von Vermögenssteuern kann der Geldmangel im Bildungssystem behoben werden.“

„Wenn wir von einem europäischen Hochschulraum sprechen, müssen wir auch von europäischer Verteilungsgerechtigkeit sprechen. Heute ist die Chancengerechtigkeit noch immer eine Frage der sozialen Schicht und des Herkunftslandes“ so Cédric Wermuth, Vorsitzender der Juso Schweiz. „Studieren muss unabhängig von Herkunft an allen europäischen Hochschulen ohne Zugangsbeschränkungen möglich sein.“

„Gesellschaftliche Ressourcen müssen umverteilt werden. Es ist Zeit für eine Gesellschaft, die soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung, soziale Sicherheit und Perspektiven garantiert. Dies bedeutet ein Recht auf Ausbildung und ein Bildungssystem ohne Ausgrenzung und Barrieren“, sagt Sven Frye, Bundesvorsitzender der Sozialistischen Jugend Deutschland – die Falken.

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