Archiv der Kategorie: Lehrende

Solidaritätserklärung des Instituts für Zeitgeschichte der Uni Wien

verabschiedet in der Institutsversammlung des Instituts für Zeitgeschichte am 17. November 2009.

1. Das Institut für Zeitgeschichte bedankt sich bei den protestierenden Studentinnen und Studenten dafür, dass sie die lange anstehenden Fragen der Finanzierung und Gestaltung der Universität Wien zu einer öffentlichen Debatte gemacht haben.

2. Wir erklären uns mit den Forderungen der Studierenden nach staatlicher Ausfinanzierung und Demokratisierung der österreichischen Universitäten und mit ihrem Protest gegen deren zunehmende Verschulung solidarisch.

3. Wir fordern überdies die Abschaffung unzumutbarer Arbeitsverhältnisse von LektorInnen und anderer Gruppen, neue Formen der Nachwuchsförderung, lebbare Karrieremodelle sowie angemessene Entlohnung in allen Bereichen.

4. Wir bekennen uns zum Prinzip der Vielfalt der Lehre und der Einheit von Lehre und Forschung.

5. Wir tragen der aktuellen Situation Rechnung, indem wir die Lehrveranstaltungen und Hörsäle für die Diskussion der Forderungen der Protestbewegung und bildungs- und gesellschaftspolitischer Fragen öffnen.

6. Das Institut für Zeitgeschichte und seine Mitglieder diskutieren den Forderungskatalog der Studierenden der HörerInnenversammlung Geschichte vom 28. und 29. Oktober 2009 und tragen die Diskussion auch in die jeweiligen Gremien.

Dr. Karin Berger
Dr. Monika Bernold
em. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Botz
Mag.a Lucile Dreidemy
Linda Erker
AR Marianne Ertl
Mag. a Katja Geiger
ao. Univ.-Prof. Dr.Johanna Gehmacher
Gastprof. Dr. Susanne Heim
Univ.-Doz. Dr. Doris Ingrisch
Mag. Ian Innerhofer
Mag. a Marietta Kesting
Mag. Martin Krist
Univ.-Doz. Dr. Finbarr McLoughlin
Agnes Meisinger
Dr. Albert Müller
Univ.-Doz. Dr. Bertrand Perz
Dr. Herbert Posch
Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb
Univ.-Doz. Dr. Margit Reiter
Hon. Prof. Min.Rat i. R. Dr. Wolfgang L. Reiter
Mag. a Klaudija Sabo
Univ.-Prof. Dr. Carola Sachse
Univ.-Doz. Dr. Hans Safrian
Mag. Alexander Salzmann
Univ.-Prof. Mag. Dr. Friedrich Stadler
Univ.-Prof. i.R. Mag. Dr. Anton Staudinger
Univ.-Prof. Dr. Frank Stern
Mag. Markus Stumpf
Univ.-Doz. Dr. Heidemarie Uhl
Matthias Vigl
Dr. Natascha Vittorelli
Mag. Florian Wenninger

Solidaritätserklärung der Fakultät für Informatik der TU Wien

Die Fakultät für Informatik der TU Wien unterstützt die Forderung der
protestierenden Studierenden nach mehr Ressourcen für die Universitäten

Der Fakultätsrat der Fakultät für Informatik an der Technischen
Universität Wien hat zu den aktuellen Protesten der Studierenden
einstimmig folgende Stellungnahme beschlossen:

„Die Lehrenden der Fakultät für Informatik unterstützen die
protestierenden Studentinnen und Studenten in ihrer Forderung nach einer
grundlegenden breiten Diskussion des Bildungsauftrages der Universitäten
und nach einer massiven Erhöhung der Ressourcen als notwendige
Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Lehre und Forschung.

Europa hat sich mit der Lissabon-Deklaration von 2000 das Ziel gesetzt,
weltweit die führende wissensbasierte Gesellschaft zu werden. Zudem ist
auch in der aktuellen Regierungserklärung die Bedeutung der Bildung (inkl.
einer Erhöhung der finanziellen Ausstattung) festgehalten. Es ist an der
Zeit, dass diesen Worten konkrete Taten folgen.“

Solidaritätserklärung der Interessensgemeinschaft Erwachsenenbildung

Wir, *die Interessensgemeinschaft der ErwachsenenbildnerInnen und GründerInnen des Dachverbandes der ErwachsenenbildnerInnen* verfolgen die Proteste der StudentInnen, Lehrenden und KindergärtnerInnen mit Interesse und Solidarität.

Wir sind ( tausende!) Unterrichtende mit öffentlichem Bildungsauftrag (zB Integration, Arbeitsmarktpolitik, etc), die durch ihre hervorragende Arbeit maßgeblich zum Erfolg Wahlkampfpropagierter politischer Ziele beitragen.

Auch in unserem Sektor herrscht seit Jahren eine massive Verschlechterung unserer Arbeitsbedingungen, sowohl was Qualität als auch angemessenes Entgelt betrifft.

Wir solidarisieren uns daher mit den genannten AkteurInnen des Bildungssektors und schließen uns ihren Protesten an. Auch wir fordern eine Neugestaltung *der Rahmenbedingungen & Qualitätssicherung* unseres Berufsfeldes im politischen Dialog unter Miteinbeziehung der AkteurInnen.

Wir als* IG ErwachsenenbildnerInnen und GründerInnen des Dachverbandes der ErwachsenenbildnerInnen* freuen uns auf konstruktive Gespräche und Lösungen.

für die IG ErwachsenenbildnerInnen
Dr. Bernhard Kleemann Dr. Ulrike Wessely
Dr. Christian Christiansen Sabrina Schober

*VÖBAT* – Vereinigung *InPUT*
österr. Berufsorientierungs- Plattform unabhängiger
& Arbeitswelt-TrainerInnen TrainerInnen

Solidaritätsnote an die Aktivistinnen und Aktivisten der StudentInnenbewegung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Betriebsrat des Vereins Wiener Jugendzentren erklärt sich namens der Belegschaft solidarisch mit den Besetzerinnen und Besetzern des Audimax und der weiteren besetzten Hörsäle vieler weiterer Universitäten in Österreich und unterstützt deren Forderungen und Ziele.

Wir sehen die knappen Ressourcen im Bereich der universitären Bildung und wir erkennen die dahinterstehende gesellschaftliche Dimension.

So sehen wir in den Forderungen der Studierenden nicht nur die Fragestellung danach, wer studieren darf und unter welchen Bedingungen dies möglich ist. Wir sehen die Frage, wie viel am gesellschaftlichen Reichtum für Bildung aufgewendet wird, woher diese Mittel kommen und wie sie insgesamt verteilt werden.

Heute tritt durch die Protestbewegung der Studierenden eine noch viel größere gesellschaftspolitische Frage zutage, die Frage der Verteilungsgerechtigkeit in der gesamten Gesellschaft, die Frage von Arm und Reich.

Wir sehen, dass auf der einen Seite den Aktionären diverser Banken durch den Staat ihre Dividende gesichert wird und Privatbanken vor dem Zusammenbruch gerettet wurden, deren Mindesteinlage eine halbe Million Euro betrug. Wir sehen auf der anderen Seite, dass bereits heute die weitere Demontage der sozialen Sicherung der Massen vorbereitet wird.

Der Wissenschaftsminister bietet 36 Millionen Euro zur Verteilung an den Universitäten an. Gleichzeitig verschenkt der Staat alljährlich 2 Milliarden Euro durch die Senkung der Körperschaftssteuer, verschenkt weitere Milliarden durch die fehlende Besteuerung der 60 Milliarden Euro, die in Privatstiftungen liegen, verzichtet großzügig auf die Einnahmen aus Erbschafts- und Schenkungssteuer.

So ist Bundesminister Hahn zwar nicht der völlig falsche, aber zumindest nicht der einzig legitime Adressat der Proteste. Der Bundesminister für Finanzen, der Bundesminister für soziale Verwaltung, ja selbst der Herr Bundeskanzler müssen genauso auf der Empfängerliste stehen.

Den Kampf um Verteilungsgerechtigkeit können wir nur gemeinsam führen. Wir begrüßen daher ausdrücklich die Unterstützung der Studierenden für die Protestmaßnahmen der Gewerkschaft MTN sowie die Unterstützung der Aktionen der KindergartenpädagogInnen.

In Eurem Kampf sehen wir den Ausdruck des gemeinsamen Zieles der gerechten Verteilung des Reichtums dieser Gesellschaft.

Mit solidarischen Grüßen
Der Betriebsrat des Vereins Wiener Jugendzentren:
Milan Konrad, Ines Lukic, Jimmy Müller, Christian Orou, Susanne Schrott, Yavuz Yildirim,
im Namen der Belegschaft

Betriebsrat
Verein Wiener Jugendzentren
Pragerstraße 20
1210 Wien
Tel: 278 76 45 / 18 od. 34
mobil: 0676 897 060 334
mailto:betriebsrat@jugendzentren.at
www.jugendzentren.at

Solidaritätsbekundung – Institut für Praktische Theologie

Das Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät begrüßt das engagierte Eintreten der Studierenden, brisante bildungs- und gesellschaftspolitische Fragestellungen aufzugreifen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsschaffung und -bildung im öffentlichen Diskurs zu leisten.

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IG externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen: Solidaritätserklärung mit den BesetzerInnen des Audimax der Uni Wien

Liebe BesetzerInnen des Audimax,

die IG externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen verfolgt mit großer Freude und Anteilnahme Eure nun schon seit mehreren Tagen andauernden Aktivitäten. Binnen kürzester Zeit habt ihr geholfen, eine breite Bewegung entstehen zu lassen, tragfähige Strukturen geschaffen, Ideen erarbeitet und damit Impulse für Veränderungen an den Universitäten gesetzt.

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