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Unterstützungserklärung des Betriebsrats für das wissenschaftliche Universitätspersonal der Uni Salzburg

Sehr geehrte Kolleginnen,

sehr geehrte Kollegen,

wie Betriebsräte an den anderen österreichischen Universitäten unterstützt auch der Betriebsrat für das wissenschaftliche Universitätspersonal der Universität Salzburg die berechtigten Forderungen der Studentinnen und Studenten und schließt sich dabei der in diesem Zusammenhang getroffenen folgenden Feststellung des Betriebsrats für das wissenschaftliche Universitätspersonal der Karl Franzens Universität Graz an:

»Insbesondere der Ersatz der demokratisch-universitären Selbstverwaltung durch ein steuernd- autokratisches System und die finanzielle Aushöhlung der Universitäten durch Politik und Wissenschaftsverwaltung hat – verstärkt durch die aktuelle Wirtschaftskrise – zu den derzeit unbefriedigenden Zuständen an den heimischen Universitäten geführt. Die zunehmende Demotivation der WissenschaftlerInnen aufgrund mangelnder Perspektiven und eine repressive Haltung des zuständigen Ministeriums gegenüber dem Universitätspersonal und seinen VertreterInnen sind nur ein Menetekel der Krise in unserem Universitätssystem. Der Betriebsrat für das wissenschaftliche Universitätspersonal fordert dringend eine international vergleichbare finanzielle Ausstattung der Universitäten und eine umfassende Revision der verunglückten Universitätsgesetze seit 2002.

Mit kollegialen Grüßen,

Ass.Prof.Mag.Dr. Drago Pintaric

Vorsitzender BR I

Solidaritätserklärung der Innsbrucker Forschungsplattform Geschlechterforschung

Die Interfakultäre Forschungsplattform „Geschlechterforschung“ repräsentiert etwa 50 Forscher_innen im Bereich der Frauenforschung, der feministischen Forschung und der Geschlechterforschung aus 8 Fakultäten der Universität Innsbruck.Die Forscher_innen sind institutionell höchst unterschiedlich eingebunden (pragmatisierte Professor_inn_en bis zu Wissenschaftler_innen in prekären Beschäftigungsverhältnissen). Unter Wahrung eines pluralistischen Wissenschaftsverständnisses sowie unterschiedlicher gesellschaftspolitischer Positionen tritt die Forschungsplattform für die Gleichstellung der Geschlechter und Antidiskriminierung in jeglicher Hinsicht sowie für die Realisierung einer demokratischen Kultur und einer geschlechtergerechten Gesellschaft ein.

Die überwiegende Mehrheit der Mitglieder der Forschungsplattform erklärt sich solidarisch mit den aktuell in Österreich stattfindenden Protesten der Studierenden, weil sie die Ansicht teilen:

•dass die Universitäten in Österreich notorisch unterfinanziert sind;

•dass die Universitäten ein Demokratiedefizit haben, das zu intransparenten Entscheidungsstrukturen und -prozesse (z.B. in der Budgeterstellung und -verwendung) führt

•dass Leistungskriterien und die damit verbundenen beruflichen Perspektiven oft unklar und intransparent sind

•dass die „Autonomie“ der Universitäten durch das UG 2002 eine Entsolidarisierung der Universitäten, Fakultäten und Institute bewirkt hat und permanent Konkurrenz herstellt

•dass das Überhandnehmen von prekären Beschäftigungsverhältnissen sich überaus nachteilig für den wissenschaftlichen Nachwuchs auswirkt;

•dass es daher an der Zeit ist, sich über Hierarchien hinweg gemeinsam für eine Veränderung gegenüber den politischen Entscheidungsträger_innen einzusetzen

•dass eine grundlegende Bildungsdebatte in und über die Universitäten hinaus unbedingt erforderlich ist.

Solidaritätserklärung des Kulturzentrums Spielboden Dornbirn

Solidaritätserklärung des Kulturzentrums Spielboden in Dornbirn mit den StudentInnen, die das Audimax in Wien besetzt halten. Wir unterstützen euch!

Der Spielboden in Dornbirn als eine der wichtigsten freien Kulturinitiativen Westösterreichs unterstützt hiermit vollinhaltlich die Forderungen der StudentInnen, die österreichweit für Verbesserungen im Bildungssystem eintreten. Wir fordern die auf höchster Ebene Verantwortlichen in der Politik dazu auf, in einen ernsthaften Dialog mit den StudentInnen einzutreten und notwendige Reformen im Bildungsbereich endlich umzusetzen!

Jürgen Thaler für Verein und Vorstand

Andreas Haim, Geschäftsführer

Unterstützungsreklärung der Grünen Frauen Wien

Die Grünen Frauen Wien solidarisieren sich mit den Studierenden

Die Grünen Frauen Wien unterstützen die Proteste der Studierenden und bringen ihre Solidarität mit ihnen zum Ausdruck. Der freie Zugang zu jeglichen Bildungseinrichtungen, selbstverständlich inklusive Universitäten, muss unbedingt gewährleistet sein. Das ist von besonderer Bedeutung für Frauen, die traditioneller Weise immer zuerst zurückstecken müssen, wenn es Zugangsbeschränkungen im Bildungswesen gibt. So hat sich auch die Einführung der Studiengebühren negativ auf bildungswillige Frauen ausgewirkt.

Absolut unterstützenswert ist die Forderung der Studierenden nach einer „50-prozentigen Frauenquote in allen Arbeitsbereichen des Bildungswesens auf allen Ebenen“ sowie alle anderen Forderungen zur Antidiskriminierung. Wie dringend notwendig eine Frauenquote ist, zeigt die Tatsache, dass es keine einzige Rektorin in Österreich gibt.

Allerdings haben wir mit Befremden Berichte über sexistische Aussagen und Übergriffe im besetzten Audimax zur Kenntnis nehmen müssen. Wir unterstützen die Forderung nach einer antisexistischen, emanzipatorischen Form des Protests sowie die Initiativen für feministische Räume vor Ort.

Unhaltbare Zuständen an unseren Universitäten wie Platzmangel, Massenvorlesungen, ungeeignete Räume, lange Wartezeiten auf Praktika, Seminare und Proseminare, die die Studienzeit ebenso unverschuldet verlängern wie die schwierige Vereinbarkeit des Studiums mit der oft unerlässlichen Berufstätigkeit, sind eine Zumutung für junge Menschen, die sich für ihre Zukunft und die Zukunft der Gesellschaft nicht nur Wissen aneignen wollen, sondern sich auch allgemein bilden und persönlich weiterentwickeln wollen. Das gilt in besonderem Maße für Frauen. Sie machen bereits die Mehrzahl der Studierenden aus, obwohl sie oft mit größeren Zugangsbarrieren zu kämpfen haben. Die Bundesregierung muss daher ausreichende Ressourcen zur Beseitigung all dieser Mängel zur Verfügung zu stellen.

Die Grünen Frauen unterstützen ebenso die Forderungen der Studierenden nach Demokratisierung der Universitäten, nach selbstbestimmtem Studieren und geschichtlicher Aufarbeitung in Bezug auf die Rolle der Universitäten bei Nationalsozialismus, Kolonialismus und Faschismus. Aus feministischer Sicht begrüßen wir die Ablehnung einer Ökonomisierung und wirtschaftlichen Verwertbarkeit von Bildung und freuen uns über die neue Protestkultur der jungen Menschen, die sich um Basisdemokratie ohne Hierarchie bemühen. Wir gratulieren zur beispielgebenden Selbstorganisation, zum Zusammenhalt, zum weitgehenden gegenseitigen Respekt und zum Durchhaltevermögen. Weiter so! Mit unserer Unterstützung könnt Ihr auch weiterhin rechnen.

Die Grünen Frauen Wien

Juso Hochschulgruppen Bayern erklären sich solidarisch mit den Studierenden in Österreich

Auf ihrem letzten Landeskoordinierungstreffen am 30.11. in Würzburg haben die Juso Hochschulgruppen in Bayern einstimmig ihre Solidarität mit den HörsaalbesetzerInnen in Österreich erklärt. Wir unterstützen die Forderungen nach:

1) Bildung statt Ausbildung
2) Freier Hochschulzugang
3) Demokratisierung der Universitäten
4) Ausfinanzierung der Universitäten
5) Das Behindertengleichstellungsgesetz muss an allen österreichischen Universitäten umgesetzt werden, um ein barrierefreies Studieren zu ermöglichen.
6) Beendigung der prekären Dienstverhältnisse an den Universitäten
7) 50% Frauenquote in allen Bereichen des universitären Personals

Diese Forderungen sind nicht nur für Österreich wichtig, sondern gelten im Prinzip für alle Hochschulen der Welt. Insbesondere solidarisieren sich die Hochschulgruppen in Bayern mit den Methoden der friedlichen Hörsaalbesetzung zur Durchsetzung der Forderungen. Wir wünschen den Kommilitoninnen und Kommilitonen in Österreich weiterhin viel Erfolg bei der Durchführung ihrer Aktionen und beim Erreichen ihrer Ziele.

Solidarische Grüße aus Bayern
Eure Juso Hochschulgruppen

Presseaussendung der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW)

Der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) erklärt sich mit den Protesten der Studierenden an den österreichischen Universitäten solidarisch. Unseres Erachtens zeigen die Proteste der Studierenden den dringend Bedarf an einer breiten bildungs- und gesellschaftspolitischen Debatte in Österreich auf. Wir betrachten diesen Aufbruch der Studierenden als Chance eine solche breite Debatte anzustoßen, die nicht zuletzt auf eine Demokratisierung der Universitäten abzielen muss. Die Kombination aus Intransparenz, monokratischen Entscheidungsstrukturen und einer generellen Mangelverwaltung aufgrund fehlender Ressourcen gefährdet unserer Ansicht nach eine qualitätsvolle Forschung und Lehre an den österreichischen Universitäten massiv.

Deshalb fordern wir eine
1) Demokratisierung universitärer Entscheidungsstrukturen mit einer breiten Debatte, wie demokratische Strukturen in Zukunft aussehen sollen. Eine Rückkehr hinter das UG 2002 betrachten wir dabei als zu wenig weitreichend.
2) Transparenz und Mitbestimmung aller Betroffenen in Hinblick auf die Budgeterstellung und die Mittelverwendung. Es ist ein Allgemeinplatz, dass Intransparenz zu Korrumpierbarkeit und dem Verblassen moralischer Standards von Entscheidungseliten führt.
3) Ausreichende Finanzierung der Universitäten und damit einhergehend eine Aufstockung von wissenschaftlichem Personal in Lehre und Forschung sowie die Sanierung prekärer Beschäftigungsverhältnisse, die überwiegend den akademischen Nachwuchs betreffen.
4) Diskussion der Bologna-Architektur in dem Sinn, dass die enge Ausrichtung der Studien beseitigt wird und wieder mehr Wahlmöglichkeiten (z.B. Wahlfachstudiengänge) eingeführt werden. Akademische Studien können nicht ausschließlich an der sogenannten Employability ausgerichtet werden, sondern müssen Bildung als emanzipatorischen Lernprozess ermöglichen.

Rückfragen zu dieser Aussendung bitte an:
Mag. Patrick Scherhaufer
Gf. Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft Politikwissenschaft
Stumpergasse 56, 1060 Wien
Tel.: 01-59991-189
e-mail: office.oegpw@ihs.ac.at

WWW: http://www.oegpw.at/aktuelles/news.htm

Dankeschön der BesetzerInnen aus Linz für die Solidaritätsbekundungen

An all unsere Unterstützer,

hiermit möchten wir uns mit allem nötigen Respekt für eure vielen Mails und Soildaritätsbekundungen bedanken. Ihr gebt uns die Motivation diese Stunden der harten Arbeit und des Kämpfens durchzustehen. Denn auch wenn wir immer noch an aktivem Mitstreitermangel leiden, wissen wir, dass mittlerweile eine große Masse an Menschen hinter uns steht!

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