Schlagwort-Archive: Uni Wien

Solidarisierung Germanistik Institut Wien

Das Institut für Germanistik der Universität Wien unterstützt die

derzeitige studentische Protestbewegung.

1. Wir unterstützen die Studierenden in ihrer Forderung nach

Ausfinanzierung und Demokratisierung der österreichischen Universitäten

und in ihrem Protest gegen deren zunehmende Verschulung.

2. Wir wollen der gegenwärtigen Situation Rechnung tragen und

Lehrveranstaltungen und Hörsäle für die Diskussion der Forderungen der

Protestbewegung und bildungs- und gesellschaftspolitischer Fragen nutzen.

Einstimmiger Beschluss der Institutskonferenz am 03.11.2009

Solidarisierung der Studienvertretung Doktorat der Universität für Angewandte Kunst

Liebe Kolleginnen und Kollegen in allen besetzt-belebten Auditorien,
an allen Unis und Hochschulen!

Die neuen SprecherInnen der Studienvertretung Doktorat der Universität für Angewandte Kunst – Wien versichern Euch allen ihrer Solidarität und ihrer Mitarbeit beim wortreichen und lebendigen Denken einer neuen Universität. Bei all den notwendigen Forderungen geht es in erster Linie um Freiheit: um die Freiheit des Denkens und des Träumens, die des Wissens und der Wahl, um die des Zugangs und des Tiefgangs und die des Lernens und des Lehrens. Und gleichzeitig geht es um noch viel mehr! Denn wer emanzipierte Bildung denkt, denkt ein anderes Leben, eine andere Welt. Dank Eurer Beharrlichkeit, Bemühungen und täglich/nächtlichen Arbeit ist eine Öffentlichkeit, eine Bewegung geschaffen worden, die mitsamt ihren Forderungen nur noch schwer zu ignorieren ist.

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei allen anderen Studienvertretungen und HochschülerInnenschaften bedanken, welche die Bewegung mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Mitteln unterstützen und sich dabei nicht wichtig machen – das ist Basisdemokratie, wie sie ihrem Namen gerecht wird und in diesem Ausmaß ersten selten existiert hat. Es soll noch lange so weiter gehen! Denn wir müssen in Politik und Wirtschaft den Verantwortlichen für diese Misere solange auf ihre Nerven gehen, bis diese blank liegen. Und das geht nur, wenn MinisterInnen, SektionschefInnen, WirtschaftstreiberInnen, HumankapitalistInnen, Industriellenvereinigte und manch miefende Talare mit allen x-tausenden SchülerInnen, Studierenden und Lehrenden gleichzeitig zu tun haben, denn dafür reichen ihre geistigen Ressourcen, die im Wesentlichen von ihren Nerven abhängig sind, nicht aus.

Und – wir wollen Haltungen, wie der von Konrad P. Liessmann nicht vertrauen! Liessmann feierte 2000 mit dem Ende der EU-Sanktionen gegen Schwarz/Blau die Niederlage der „Intellektuellen“ und des „antifaschistischen Karnevals“ (siehe Eva Kreisky (Hg.), Von der Macht der Köpfe, 2000, S.14) – nochmals: er feierte. Liessmanns Audimax-Ö1 Auftritt am 3.November 2009 bestätigt zumindest Beobachtungen, dass er sich gerne dort zu Wort meldet, wo die gerade Erfolgreichen agieren. Es ist jedoch höchstwahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis sich Liessmann nach einem neuerlichen Ende des „antifaschistischen Karnevals“ sehnen wird, um endlich wieder wirklich feiern zu können.

Und wenn dieser Philosoph was gegen Intellektuelle hat, dann hat er was gegen uns alle (und natürlich auch gegen sich selbst), denn spätestens seit dem 21.10.2009 – dem Generalstreik an der Akademie der bildenden Künste und dem Beginn unserer Bewegung – sind wir alle Intellektuelle per Definition: Kulturmenschen (dazu gehören naturgemäß auch die Studierenden) in der Situation von Politikmenschen.

Für eine offene, von Zwängen und Nöten befreite Bildung und Forschung!
Für eine emanzipierte und emanzipierende Universität!
Studium für Alle!

Studienvertretung Doktorat der Universität für Angewandte Kunst – Wien

Alexander Schürmann-Emanuely (Sprecher)
Andrea Maria Dusl (stv. Sprecherin)
doktorat@hufak.net

Solidaritätserklärung der Grünen Kärntner Landtagsabgeordneten

Liebe Studentinnen und Studenten!

Am 20. Oktober 2009 standen in Wien mutige Studentinnen und Studenten auf, um für das Recht auf freie Bildung für alle zu protestieren: für bessere Studienbedingungen, gegen den Ausverkauf des Hochschulwesens und vor allem für mehr Geld für Bildung.

Die Besetzung des Audimax an der Universität Wien war und ist ein starkes und sichtbares Zeichen für ganz Österreich: der Protest lebt! Es gibt Menschen, die bereit sind, für ihre und für unsere Zukunft zu kämpfen.

Wir, Rolf Holub und Barbara Lesjak, wenden uns als Grün-Landtagsabgeordnete im Kärntner Landtag an Euch!

Wir haben Eure Forderungen am 29. Oktober 2009 als Antrag im Kärntner Landtag eingebracht!

Wir nehmen die Zustände des Bildungssystems nicht länger als unabänderbare Tatsache hin.

Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass für die Lehre an den Universitäten kein Geld da sein soll, während Milliarden Euro in Richtung Banken umverteilt wurden.

Wir erklären uns solidarisch mit den Visionen, für die ihr kämpft, damit sie nicht länger Visionen bleiben, sondern zur Realität werden.

Wir kämpfen für ein neues Bildungssystem, denn Bildung ist unsere Zukunft!

Wir fordern qualitativ hochwertige und freie Bildung für alle – vom Kindergarten bis zur Hochschulbildung!

Wir dürfen nicht zuschauen, wie Hochschulbildung zunehmend ökonomisiert und zum Luxus für einige wenige Reiche wird.

Wir können nicht länger hinnehmen, dass Studierende nicht einmal ihre Pflichtlehrveranstaltungen absolvieren können, weil zu wenige Studienplätze angeboten werden.

Wir brauchen mehr Studienplätze anstatt weitere Zugangsbeschränkungen!

In diesem Sinne versichern wir unsere Unterstützung und Solidarität! Euer Protest ist nicht nur bildungspolitisch, sondern gesellschaftspolitisch von größter Bedeutung! Freiheit und Selbstbestimmung sind wesentliche demokratische Grundsätze, die mit Eurem Protest gestärkt werden – zum Wohle der Studierenden und zum Wohle der Gesellschaft!

Herzlichen Dank für Eueren Mut und für Euer Engagement!

LAbg. Mag. Dr. Barbara Lesjak

LAbg. Rolf Holub

Solidaritätserklärung der IG Autorinnen und Autoren

Wir, die IG Autorinnen und Autoren,

erklären uns mit den Anliegen und Forderungen der unter dem Titel „Unsere Uni“ zusammengefaßten Bewegung und Proteste solidarisch. Als Schriftsteller/innen und Künstler/innen vertreten wir den Standpunkt, daß weder Bildung noch Kunst als reine Ware betrachtet werden darf. Die aktuelle bildungs- und gesellschaftspolitische Entwicklung in diese Richtung ist für uns falsch und alarmierend. Freiräume sind Bedingung für Innovation, Visionen und Fortschritt, in der Kunst wie in der Bildung. So haben die aktuellen Proteste nicht von ungefähr ihren Ausgang an der Akademie der bildenden Künste genommen.

Wir fordern die zuständigen Politiker/innen auf, ihre Verantwortung zu erkennen und dementsprechend zu handeln!

Mit solidarischen Grüßen
Die IG Autorinnen und Autoren
Wien, 4.11.2009

Der Vorstand:

Gerhard Ruiss
Ludwig Laher
Georg Bydlinski
Nils Jensen
O.P. Zier
Werner Richter
Johanna König
Heinz Lunzer
Erika Kronabitter
Gerhard Altmann
Ulrike Längle
Manfred Chobot
Margit Hahn
Robert Huez
Peter Paul Wiplinger
Wolf Käfer
Sylvia Treudl
Simone Schönett
Hellmut Butterweck
Renate Welsh
Andreas Kövary
Rolf Schwendter

Grünalternative Jugend (GAJ) Linz solidarisiert sich mit Universitätsbesetzer_innen

Grünalternative Jugend (GAJ) Linz solidarisiert sich mit Universitätsbesetzer_innen

Die Grünalternative Jugend Linz begrüßt und unterstützt das couragierte Eintreten der Student_innen für freien, antisexistischen, barrierefreien und demokratischen Hochschulbetrieb. Wir rufen alle auf sich den Protesten anzuschließen und sich aktiv zu beteiligen.

Weiters möchte die GAJ Linz die Bemühungen um eine basisdemokratische Struktur und ebenso den Kampf gegen Homophobie, Rassismus und insbesondere Sexismus innerhalb der Bewegung positiv hervorheben.

Ein freier und gebührenloser Zugang zur universitären Bildung ist Bedingung für eine lebendige Demokratie. Ganz nach dem Motto „Wissen ist Macht“ soll allen eine niederschwellige Möglichkeit geboten werden sich an dieser Macht zu beteiligen, um somit zur Schaffung einer gleichberechtigten partizipativen und emanzipatorischen Demokratie beizutragen. Als besonders wichtige Forderung für das Aufbrechen der traditionell patriarchalen Strukturen im Hochschulbereich ist die Einführung einer Frauenquote von mindesten 50% in allen Bereichen des universitären Personals.

Bildung statt Ausbildung!

Bildung und Forschung muss unabhängig von der derzeitigen wirtschaftlichen Verwertbarkeit gewährleistet sein. Ein Großteil der wissenschaftlichen Errungenschaften entstehen aus einer unabhängigen Forschung; nur diese kann freies Wissen bereitstellen. Leider wird die Universität immer mehr zur Ausbildungsstätte, wirtschaftliche Interessen bestimmen die Mittel. Dies führt dazu, dass Grundlagenforschung und beispielsweise geisteswissenschaftliche Studienrichtungen chronisch unterfinanziert sind. Doch für gesellschaftliche Entwicklung und nachhaltige Forschung ist es unabdingbar, dass Universitäten genügend Mittel zur Verfügung stehen. Die GAJ Linz fordert deshalb eine wirtschaftlich unabhängige Finanzierung der Universitäten.

Studiengebühren abschaffen!

Die GAJ Linz fordert die sofortige Abschaffung der Studiengebühren. Entgegen vielen Berichten, wonach die Studiengebühren abgeschafft wurden, sind diese nur für bestimmte Personen ausgesetzt. Der Verwaltungsaufwand der durch die vielen Regelungen, den so genannten Studienbeitrag betreffend, entstanden ist, übersteigt die Einnahmen durch die Gebühr selbst und führt sich dadurch ad absurdum.

(Re-)Demokratisierung der Universitäten!

In den letzten Jahren wurde das demokratische Mitbestimmungsrecht der Studierenden, sowie des universitären Personals, immer weiter beschnitten. Die an den Universitäten tätigen Personen müssen ihre Hochschule selbstbestimmt gestalten und organisieren können. Deshalb fordert die GAJ Linz die Abschaffung des undemokratischen Universitätsrates und eine Demokratisierung in allen Bereichen.

Mehr Studienplätze statt Zugangsbeschränkungen!

Bei einer Akademiker_innenquote die weit unter dem OECD-Schnitt liegt, kann nicht von Zugangsbeschränkungen die Rede sein. Es müssen mehr Mittel für die Universitäten zur Verfügung gestellt werden um allen die sich für ein Studium entscheiden einen Studienplatz zu sichern.

Freier, barrierefreier und offener Zugang zu Universitäten!

Um ALLEN die Möglichkeit zu geben sich zu bilden muss es einen freien Zugang zu Universitäten geben. Es müssen Menschen, egal welches sozialen Hintergrunds, die gleichen Chancen haben sich akademisch zu Bildung. Die Universitäten müssen barrierefrei gestaltet werden um wirklich allen den Zugang zur Bildung zu ermöglichen.

Mindestens 50% Frauenquote in allen Bereichen des universitären Personals!

Um die jahrhunderte alten patriarchalen Strukturen zu durchbrechen bedarf es starker Maßnahmen. Die GAJ Linz fordert deshalb eine Mindestfrauenquote von 50% in allen Bereichen des universitären Personals. Sie unterstützt ausdrücklich die notwendige positive Diskriminierung, solange keine Gleichstellung erreicht ist.

Unterstützungserklärung des Betriebsrats für das wissenschaftliche Universitätspersonal der Uni Salzburg

Sehr geehrte Kolleginnen,

sehr geehrte Kollegen,

wie Betriebsräte an den anderen österreichischen Universitäten unterstützt auch der Betriebsrat für das wissenschaftliche Universitätspersonal der Universität Salzburg die berechtigten Forderungen der Studentinnen und Studenten und schließt sich dabei der in diesem Zusammenhang getroffenen folgenden Feststellung des Betriebsrats für das wissenschaftliche Universitätspersonal der Karl Franzens Universität Graz an:

»Insbesondere der Ersatz der demokratisch-universitären Selbstverwaltung durch ein steuernd- autokratisches System und die finanzielle Aushöhlung der Universitäten durch Politik und Wissenschaftsverwaltung hat – verstärkt durch die aktuelle Wirtschaftskrise – zu den derzeit unbefriedigenden Zuständen an den heimischen Universitäten geführt. Die zunehmende Demotivation der WissenschaftlerInnen aufgrund mangelnder Perspektiven und eine repressive Haltung des zuständigen Ministeriums gegenüber dem Universitätspersonal und seinen VertreterInnen sind nur ein Menetekel der Krise in unserem Universitätssystem. Der Betriebsrat für das wissenschaftliche Universitätspersonal fordert dringend eine international vergleichbare finanzielle Ausstattung der Universitäten und eine umfassende Revision der verunglückten Universitätsgesetze seit 2002.

Mit kollegialen Grüßen,

Ass.Prof.Mag.Dr. Drago Pintaric

Vorsitzender BR I

Gemeinsame Solidaritätserklärung der Betriebsräte des künstlerischen und wissenschaftlichen Personals aller Universitäten

betriebsräte
der österreichischen universitäten
künstlerisches und wissenschaftliches personal

Die Studentinnen und Studenten der österreichischen Universitäten protestieren zu Recht!

Die Betriebsräte des künstlerischen und wissenschaftlichen Personals der österreichischen Universitäten schließen sich dem Protest der Studierenden an.

Die Betriebsräte sprechen der Protestbewegung größte Anerkennung aus. Es ist gelungen, eine öffentliche Diskussion über die gravierenden Mängel der Bildungs- und Forschungspolitik zu initiieren. Die Proteste werden von den Medien wahrgenommen und die Politik wird gezwungen, sich mit den Problemen endlich auseinanderzusetzen:

  • 2004 wurden die Universitäten in die Autonomie entlassen, aber die dazu nötigen Mittel wurden nicht zur Verfügung gestellt. Die Ausgliederung war gekoppelt an ein Sparpaket, Autonomie bedeutet seither Mangelverwaltung. In der Folge haben sich die Studienbedingungen in etlichen Fächern derartig verschlechtert, dass sinnvolles Studieren nicht mehr möglich ist.
  • Als einzigen Lösungsansatz mittels Zugangsbeschränkungen die Anzahl der Studierenden zu verringern, finden wir phantasielos und unkreativ.
  • Studierende und Lehrende werden mit ihren Anliegen zunehmend nur noch als Kostenfaktoren wahrgenommen.
  • Die Möglichkeiten der Mitbestimmung und Mitgestaltung von Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden weitgehend abgeschafft.
  • Diese kurzsichtige Bildungspolitik hat bewirkt, dass ein hoher Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Universitäten in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt wird.
  • Bis zu 45% der Lehre wird von Lektorinnen und Lektoren bewältigt, die nur stundenweise beschäftigt werden.
  • Die angekündigte Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wird dadurch unterlaufen, dass es aus Einsparungsgründen zunehmend Teilzeitbeschäftigungen gibt.
  • Andererseits werden namhafte Ressourcen zur Bewältigung der aufwändigen bürokratischen Anforderungen gebunden, die das Ministerium den Universitäten auferlegt und deren Sinnhaftigkeit in Zweifel gezogen werden muss. Der Verlust dieser Ressourcen geht zu Lasten von Lehre, Forschung und Entwicklung der Künste.
  • Der Bologna- Prozess ist von der Idee der Schaffung eines europäischen Bildungsraumes zu einem bürokratischen Monster verkommen. Statt internationale Mobilität zu schaffen, wird die Studienstruktur verschult, und die angestrebte Flexibilität erstickt im Würgegriff der Bürokratie.

Die Betriebsräte fordern

  • Ein umfassendes bildungspolitisches Konzept für die Universitäten, das diesen Namen auch verdient.
  • Personelle, räumliche und materielle Ressourcen bei freiem Universitätszugang müssen langfristig sichergestellt werden.
  • Bei der Konzeptarbeit sind die Angehörigen der Universitäten einzubinden.

5. November 2009

Kontakt:
Gerhard.loupal@vu-wien.ac.at, ingwald.strasser@meduniwien.ac.at,
susanne.mann@uni-ak.ac.at, martin.tiefenthaler@i-med.ac.at

Solidaritätserklärung der Innsbrucker Forschungsplattform Geschlechterforschung

Die Interfakultäre Forschungsplattform „Geschlechterforschung“ repräsentiert etwa 50 Forscher_innen im Bereich der Frauenforschung, der feministischen Forschung und der Geschlechterforschung aus 8 Fakultäten der Universität Innsbruck.Die Forscher_innen sind institutionell höchst unterschiedlich eingebunden (pragmatisierte Professor_inn_en bis zu Wissenschaftler_innen in prekären Beschäftigungsverhältnissen). Unter Wahrung eines pluralistischen Wissenschaftsverständnisses sowie unterschiedlicher gesellschaftspolitischer Positionen tritt die Forschungsplattform für die Gleichstellung der Geschlechter und Antidiskriminierung in jeglicher Hinsicht sowie für die Realisierung einer demokratischen Kultur und einer geschlechtergerechten Gesellschaft ein.

Die überwiegende Mehrheit der Mitglieder der Forschungsplattform erklärt sich solidarisch mit den aktuell in Österreich stattfindenden Protesten der Studierenden, weil sie die Ansicht teilen:

•dass die Universitäten in Österreich notorisch unterfinanziert sind;

•dass die Universitäten ein Demokratiedefizit haben, das zu intransparenten Entscheidungsstrukturen und -prozesse (z.B. in der Budgeterstellung und -verwendung) führt

•dass Leistungskriterien und die damit verbundenen beruflichen Perspektiven oft unklar und intransparent sind

•dass die „Autonomie“ der Universitäten durch das UG 2002 eine Entsolidarisierung der Universitäten, Fakultäten und Institute bewirkt hat und permanent Konkurrenz herstellt

•dass das Überhandnehmen von prekären Beschäftigungsverhältnissen sich überaus nachteilig für den wissenschaftlichen Nachwuchs auswirkt;

•dass es daher an der Zeit ist, sich über Hierarchien hinweg gemeinsam für eine Veränderung gegenüber den politischen Entscheidungsträger_innen einzusetzen

•dass eine grundlegende Bildungsdebatte in und über die Universitäten hinaus unbedingt erforderlich ist.